Die XREAL AURA ist XREALs bislang ambitioniertester Schritt vom tragbaren Display hin zu einem vollständigen Spatial Computer. Während Modelle wie XREAL 1S oder XREAL One Pro vor allem große virtuelle Bildschirme für Smartphone, Notebook und Gaming-Handheld erzeugen, wurde AURA von Grund auf für Android XR, 6DoF, Handtracking, Gemini und räumliche Anwendungen entwickelt. Damit bewegt sich die Brille konzeptionell deutlich näher an Apple Vision Pro oder Samsung Galaxy XR – allerdings in einem wesentlich leichteren optischen See-through-Brillenformat.
XREAL kombiniert dafür eine Brille mit Sony-Micro-OLED-Displays, 1.920 × 1.200 Pixeln pro Auge, 70 Grad Sichtfeld und bis zu 120 Hz mit einem externen Compute Puck. In der Brille arbeitet der neue XREAL X1S Spatial Coprocessor, während der Puck mit Qualcomms Snapdragon Reality Elite die aufwendigere Rechenarbeit übernimmt. Betriebssystem ist Google Android XR mit direkter Gemini-Integration.
Diese Aufteilung ist entscheidend für das gesamte Konzept. Prozessor, großer Akku, Speicher und ein erheblicher Teil der Wärmeentwicklung sitzen nicht direkt am Kopf. Dadurch kann XREAL eine leistungsfähige XR-Plattform realisieren, ohne daraus ein mehrere hundert Gramm schweres Headset zu machen. Gleichzeitig bleibt ein Kabel zwischen Brille und Compute Puck notwendig.
Die AURA ist deshalb weder eine klassische Smartglass noch lediglich eine Display-Brille. Sie ist ein modularer Spatial Computer aus Brille und externer Recheneinheit, der virtuelle Arbeitsflächen, Android-Apps, räumliche 3D-Anwendungen, Handsteuerung und multimodale KI miteinander verbinden soll.
70 Grad Sichtfeld
Eine der wichtigsten technischen Eigenschaften ist das 70 Grad große optische Sichtfeld.
Damit macht XREAL einen erheblichen Sprung gegenüber bisherigen Consumer-Modellen der Marke. Die XREAL 1S erreicht beispielsweise 52 Grad, die XREAL One Pro 57 Grad.
70 Grad bedeuten, dass digitale Inhalte einen wesentlich größeren Teil des natürlichen Blickfeldes einnehmen.
Das ist besonders für Spatial Computing wichtig. Ein einzelner virtueller Monitor funktioniert auch mit einem kleineren Sichtfeld gut. Sobald jedoch mehrere Fenster, große Anwendungen oder dreidimensionale Objekte gleichzeitig sichtbar sein sollen, wird zusätzlicher Darstellungsraum schnell entscheidend.
Die AURA kann dadurch erheblich mehr virtuelle Oberfläche anzeigen, ohne dass der Nutzer ständig den Kopf bewegen muss.
Optical See-through statt Kamera-Passthrough
XREAL setzt auf ein optisches See-through-System.
Die reale Umgebung wird also nicht zunächst von Kameras aufgenommen und anschließend auf Displays wiedergegeben.
Du blickst tatsächlich direkt durch die transparenten Gläser auf die reale Welt.
Digitale Inhalte werden optisch darübergelegt.
Das unterscheidet AURA grundlegend von Mixed-Reality-Headsets wie Apple Vision Pro oder Meta Quest 3, bei denen die reale Umgebung über Kameras aufgenommen und anschließend auf interne Displays übertragen wird.
Kein Passthrough-Lag
Der Vorteil von Optical See-through liegt insbesondere in der direkten Wahrnehmung der Außenwelt.
Es gibt keine Videoverzögerung zwischen einer realen Bewegung und dem Bild, das du von deiner Umgebung siehst.
Auch Auflösung, Dynamikumfang und Bewegungsdarstellung der realen Welt werden nicht durch Passthrough-Kameras begrenzt.
Die Umgebung bleibt so sichtbar, wie du sie mit deinen eigenen Augen wahrnimmst.
Virtuelle Inhalte werden zusätzlich in dieses reale Sichtfeld eingeblendet.
Sony Micro-OLED
Die digitalen Inhalte werden über Sony-Micro-OLED-Panels dargestellt.
Micro-OLED ist besonders für kompakte XR-Systeme geeignet, weil sich sehr hohe Pixeldichten auf extrem kleinen Displayflächen realisieren lassen.
Jedes Auge erhält ein eigenes Display.
Dadurch sind nicht nur klassische 2D-Fenster möglich, sondern auch stereoskopische 3D-Inhalte und räumliche Anwendungen.
OLED sorgt gleichzeitig für hohe Kontraste, weil einzelne Pixel ihre eigene Helligkeit erzeugen.
1.920 × 1.200 Pixel pro Auge
Die Auflösung beträgt 1.920 × 1.200 Pixel pro Auge.
Damit entspricht die Pixeldichte grundsätzlich der aktuellen 1.200p-Generation von XREALs Display-Brillen.
Der entscheidende Unterschied liegt jedoch im deutlich größeren Sichtfeld.
Die AURA verteilt ihre Darstellung auf 70 Grad und stellt dadurch wesentlich mehr räumliche Fläche bereit.
Für klassische Texte und virtuelle Monitore bedeutet das nicht automatisch eine höhere Pixeldichte als bei kleineren XREAL-Modellen. Dafür können mehrere Fenster und größere Spatial-Interfaces gleichzeitig sichtbar sein.
Die AURA priorisiert also stärker Arbeitsfläche und räumliche Interaktion als maximale Pixelkonzentration auf einem einzelnen virtuellen Bildschirm.
Bis zu 120 Hz
Die Displays unterstützen eine Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz.
Eine hohe Bildrate ist bei XR besonders wichtig.
Virtuelle Elemente müssen möglichst unmittelbar auf Kopfbewegungen reagieren.
Bei geringer Bildwiederholrate können Bewegungen unruhiger wirken und die räumliche Illusion verliert an Glaubwürdigkeit.
120 Hz sind gleichzeitig für Gaming interessant.
Über DisplayPort-In können auch externe Computer oder Gaming-Geräte ihre Inhalte auf die AURA übertragen.
X Prism Optik
XREAL verwendet seine eigene X-Prism-Optik.
Prismatische Optik ermöglicht es, die Micro-OLED-Bilder vor das Auge umzulenken und gleichzeitig die reale Umgebung sichtbar zu lassen.
XREAL nutzt ähnliche Technologien bereits bei der One-Serie, erweitert das Konzept bei AURA jedoch auf ein deutlich größeres Sichtfeld.
Der optische Aufbau ist einer der Gründe, warum die AURA trotz ihres großen 70-Grad-Sichtfeldes noch immer stärker wie eine große Brille als wie ein klassisches XR-Headset aussieht.
Elektrochrome Gläser
Die AURA besitzt elektrochrome Gläser.
Damit lässt sich die Lichtdurchlässigkeit elektronisch verändern.
Je transparenter die Gläser eingestellt werden, desto stärker bleibt die reale Umgebung sichtbar.
Für Filme, Gaming oder konzentriertes Arbeiten können die Gläser dagegen stärker abgedunkelt werden.
Das erhöht den wahrgenommenen Kontrast der virtuellen Inhalte.
Fünf Transparenzstufen
XREAL bietet bei AURA fünf Transparenzstufen.
Die Abdunklung kann sowohl manuell als auch automatisch gesteuert werden.
Dadurch lässt sich die Brille zwischen klassischer Augmented Reality und einer wesentlich stärker abgeschirmten Darstellung anpassen.
Für Navigation oder alltägliche AR-Anwendungen ist eine hohe Transparenz sinnvoll.
Bei einem virtuellen Kinobildschirm kann dagegen eine deutlich stärkere Abdunklung angenehmer sein.
XREAL X1S Spatial Coprocessor
Direkt innerhalb der Brille sitzt der XREAL X1S Spatial Coprocessor.
Er ist eine Weiterentwicklung der X1-Plattform, die XREAL bereits bei seinen neueren Display-Brillen verwendet.
Der Chip verarbeitet zeitkritische Aufgaben direkt am Kopf.
Dazu gehören unter anderem:
- räumliches Tracking
- Sensordaten
- Displayverarbeitung
- Bildschirmstabilisierung
- Handtracking
- niedrige Latenzen bei XR-Anwendungen
Dadurch muss nicht jede kleine Kopf- oder Handbewegung erst an den externen Prozessor übertragen und dort verarbeitet werden.
Zwei Prozessoren teilen die Arbeit
AURA verwendet damit eine Dual-Chip-Architektur.
In der Brille:
XREAL X1S Spatial Coprocessor
Im Compute Puck:
Qualcomm Snapdragon Reality Elite
Die beiden Chips übernehmen unterschiedliche Aufgaben.
Der X1S kümmert sich um besonders latenzkritische räumliche Berechnungen.
Der Snapdragon übernimmt das Betriebssystem, Apps, Gemini, komplexe XR-Berechnungen und andere leistungsintensive Prozesse.
Warum der Prozessor nicht in der Brille sitzt
Ein leistungsfähiger XR-Prozessor erzeugt Wärme und benötigt einen vergleichsweise großen Akku.
Würde XREAL alles direkt in die Brille integrieren, müsste der Rahmen erheblich größer und schwerer werden.
AURA verschiebt diese Komponenten deshalb in einen separaten Compute Puck.
Der Puck kann in der Tasche getragen oder anderweitig am Körper befestigt werden.
Das Gewicht der eigentlichen Brille bleibt dadurch deutlich niedriger als bei einem vollständig integrierten Mixed-Reality-Headset.
Snapdragon Reality Elite
Der Compute Puck verwendet Qualcomms aktuelle Snapdragon Reality Elite Plattform.
Sie wurde speziell für leistungsfähige XR-Systeme entwickelt.
Der Chip übernimmt unter anderem:
- Android XR
- Spatial Apps
- Gemini
- Grafikberechnung
- KI-Anwendungen
- Multitasking
- 3D-Anwendungen
- Medienwiedergabe
Die Kombination mit dem X1S erlaubt es XREAL, das System in zwei spezialisierte Ebenen aufzuteilen.
Android XR
Die XREAL AURA läuft mit Android XR.
Android XR ist Googles Plattform für Headsets, AR-Brillen und zukünftige räumliche Computer.
Für XREAL ist das ein entscheidender Schritt.
Frühere Brillen des Herstellers waren hauptsächlich externe Displays und auf zusätzliche XREAL-Software angewiesen.
AURA erhält dagegen ein vollständiges Betriebssystem für Spatial Computing.
Google Play
Über Android XR erhält die AURA Zugriff auf Google Play.
Dadurch steht nicht nur eine kleine Sammlung speziell entwickelter XR-Anwendungen zur Verfügung.
Auch zahlreiche normale Android-Apps können innerhalb der räumlichen Benutzeroberfläche genutzt werden.
Dazu gehören beispielsweise:
Google Chrome
YouTube
Google Maps
Google Photos
Gemini
sowie viele weitere Android-Anwendungen.
Mehr als 100 XR-Anwendungen
Zusätzlich zu klassischen Android-Apps stehen speziell für Android XR entwickelte beziehungsweise angepasste Anwendungen zur Verfügung.
XREAL spricht bereits vor dem regulären Verkaufsstart von mehr als 100 XR-Anwendungen.
Das ist wichtig, weil hochwertige XR-Hardware ohne passende Software nur begrenzten Nutzen besitzt.
Durch Android XR muss XREAL nicht allein ein vollständiges App-Ökosystem aufbauen.
Gemini direkt in Android XR
Eine der zentralen Funktionen ist die Integration von Google Gemini.
Der KI-Assistent ist direkt in Android XR eingebettet.
Gemini kann auf Sprachbefehle reagieren und Informationen aus verschiedenen Quellen miteinander kombinieren.
Mit entsprechender Nutzerfreigabe kann die KI verstehen:
- was du siehst
- was auf deinem virtuellen Bildschirm angezeigt wird
- was sich in deiner Umgebung befindet
- welche Anwendung gerade aktiv ist
Dadurch entstehen deutlich kontextbezogenere KI-Funktionen als bei einem klassischen Smartphone-Assistenten.
KI sieht deine Umgebung
Eine hochauflösende nach vorne gerichtete Kamera ermöglicht Real-Time AI Perception.
Gemini kann dadurch Informationen aus der Umgebung auswerten.
Du könntest beispielsweise auf einen Gegenstand schauen und eine Frage dazu stellen.
Die KI erhält den visuellen Kontext und kann darauf reagieren.
Damit nähert sich die AURA funktional stärker den Vorstellungen zukünftiger KI-Brillen an.
KI versteht auch Bildschirminhalte
Gemini kann nicht nur die reale Umgebung berücksichtigen.
Auch Inhalte innerhalb der Android-XR-Oberfläche können Teil des Kontextes sein.
Eine Anwendung könnte beispielsweise geöffnet sein und der Nutzer stellt dazu eine Frage.
Die KI muss dann nicht erst manuell mit Screenshots oder Text versorgt werden.
Diese Verbindung aus realer Umgebung und digitalen Inhalten ist einer der wichtigsten Unterschiede zwischen klassischer Smartphone-KI und Spatial AI.
Hochauflösende RGB-Kamera
Neben den Trackingkameras besitzt AURA eine hochaufgelöste Kamera für visuelle Erfassung.
Sie ist insbesondere für KI-Wahrnehmung und andere kamerabasierte Anwendungen vorgesehen.
XREAL integriert zusätzlich eine sichtbare Privacy LED.
Wenn die Kamera aktiv verwendet wird, soll die LED dies nach außen signalisieren.
Das ist besonders bei einer Brille wichtig, deren Kamera permanent in Blickrichtung des Nutzers zeigt.
Zwei Trackingkameras
Zusätzlich zur hochauflösenden Kamera besitzt die AURA zwei nach außen gerichtete Trackingkameras.
Sie erfassen die Umgebung und liefern Daten für die räumliche Positionsbestimmung.
Gemeinsam mit anderen Sensoren ermöglichen sie vollständiges 6DoF-Tracking.
Damit kann AURA nicht nur erkennen, wohin du schaust, sondern auch, wo du dich innerhalb des Raumes befindest.
6DoF
6DoF steht für Six Degrees of Freedom.
Dabei werden sechs Bewegungsrichtungen erfasst.
Drei Rotationen:
- links und rechts drehen
- nach oben und unten schauen
- seitlich neigen
und drei Positionsbewegungen:
- nach vorne und hinten
- nach links und rechts
- nach oben und unten
Damit können virtuelle Inhalte tatsächlich an einer Position im Raum verankert werden.
Spatial Anchoring
Mit 6DoF Spatial Anchoring kann beispielsweise ein virtueller Monitor über einem realen Schreibtisch platziert werden.
Bewegst du deinen Kopf anschließend, bleibt der Bildschirm an derselben räumlichen Position.
Du kannst dich sogar näher an ihn heranbewegen oder seitlich daran vorbeischauen.
Dieses Verhalten unterscheidet echte Spatial-Computing-Systeme von einfachen 3DoF-Display-Brillen.
Handtracking
Die AURA unterstützt Handtracking.
Die nach vorne gerichteten Sensoren erfassen Hände und Finger innerhalb des Arbeitsbereiches.
Dadurch lassen sich digitale Elemente direkt bedienen.
Statt einen separaten Controller zu verwenden, kann der Nutzer mit seinen Händen auf virtuelle Inhalte zeigen, greifen oder andere Gesten ausführen.
Hände als primäre Eingabemethode
XREAL nennt Hände, Sprache und das Touchpad am Compute Puck als native Eingabemethoden.
Das zeigt, dass AURA nicht primär für klassische VR-Controller entwickelt wurde.
Android XR setzt stärker auf natürliche Interaktion.
Du kannst beispielsweise:
ein Fenster mit der Hand auswählen,
es verschieben,
eine Schaltfläche antippen,
per Sprache eine Anwendung öffnen
oder das Puck-Touchpad als klassische Zeigereingabe verwenden.
Compute Puck mit Touchpad
Der externe Compute Puck besitzt eine große Touchpad-Oberfläche.
Dadurch kann er ähnlich wie ein Trackpad verwendet werden.
Das ist besonders praktisch, wenn Handtracking nicht ideal funktioniert oder eine präzisere Zeigersteuerung benötigt wird.
Für längeres produktives Arbeiten können außerdem klassische Bluetooth-Eingabegeräte verbunden werden.
Maus und Tastatur
AURA unterstützt externe Bluetooth-Tastaturen und -Mäuse.
Dadurch kann das System tatsächlich als mobiler Arbeitsplatz eingesetzt werden.
Mehrere virtuelle Fenster können vor dem Nutzer angeordnet werden, während Eingaben über eine normale Tastatur erfolgen.
Für Textarbeit ist diese Kombination wesentlich effizienter als die ausschließliche Bedienung über Handgesten.
Gamecontroller
Auch Bluetooth-Gamecontroller können verbunden werden.
Damit eignet sich die AURA grundsätzlich für klassische Android-Spiele, Cloud Gaming und andere Controller-Anwendungen.
Zusätzlich können externe Gaming-Geräte über DisplayPort angeschlossen werden.
DisplayPort-In
Der Compute Puck besitzt DisplayPort-In über USB-C.
Dadurch können externe Geräte ihre Bildausgabe direkt an die AURA übertragen.
Unterstützt werden grundsätzlich geeignete:
- PCs
- Notebooks
- Gaming-Handhelds
- andere Geräte mit DisplayPort Alt Mode
Damit bleibt die Brille nicht auf Android-XR-Anwendungen beschränkt.
PC als zusätzliche Rechenquelle
Ein leistungsfähiger Gaming-PC kann deutlich mehr Grafikleistung bereitstellen als ein mobiler XR-Prozessor.
Über DisplayPort-In können PC-Inhalte deshalb direkt in die AURA übertragen werden.
Das eröffnet unter anderem Möglichkeiten für:
- Gaming
- große virtuelle Desktops
- Kreativanwendungen
- 3D-Software
- Entwicklerwerkzeuge
- spezialisierte Unternehmenssoftware
Die Brille wird damit gleichzeitig zu einem räumlichen Android-Computer und zu einem externen Spatial Display.
Gaming-Handhelds
Auch Gaming-Handhelds mit geeigneter USB-C-Videoausgabe können grundsätzlich angeschlossen werden.
Geräte wie Steam Deck oder Windows-Handhelds können ihre Spiele an die Brille übertragen.
Im Gegensatz zu einer XREAL 1S steht dabei allerdings nicht nur ein großer virtueller Bildschirm zur Verfügung.
AURA verfügt zusätzlich über 6DoF, Android XR und deutlich umfangreichere räumliche Funktionen.
12 oder 16 GB Arbeitsspeicher
XREAL plant zwei Speicherausstattungen.
Die kleinere Version besitzt:
12 GB RAM und 256 GB Speicher
Die größere Version:
16 GB RAM und 512 GB Speicher
Für ein XR-Betriebssystem ist der Arbeitsspeicher besonders wichtig.
Mehrere virtuelle Anwendungen können gleichzeitig aktiv sein und benötigen neben klassischem App-Speicher zusätzliche Ressourcen für 3D-Oberflächen und räumliche Berechnungen.
256 oder 512 GB Speicher
Der interne Speicher befindet sich im Compute Puck.
256 GB reichen für zahlreiche Android-Anwendungen und Medien.
Wer umfangreiche Spiele, große Dateien oder viele XR-Anwendungen lokal speichern möchte, profitiert von der 512-GB-Variante.
Ob der Speicher später zusätzlich erweitert werden kann, nennt XREAL aktuell nicht als zentrale Funktion.
4.455-mAh-Akku
Der Compute Puck besitzt einen 4.455-mAh-Akku mit 34,84 Wh.
Dadurch muss kein großer Akku innerhalb der Brille sitzen.
Die genaue reale Akkulaufzeit hängt stark von Anwendung, Helligkeit, Funkverbindung und Rechenlast ab.
XREAL veröffentlicht auf der aktuellen Produktseite noch keine verbindliche allgemeine Stundenangabe.
Erste Hands-on-Berichte bewegen sich jedoch ungefähr im Bereich mehrerer Stunden für typische XR-Nutzung.
Für den endgültigen Serienstand bleibt der offizielle Laufzeitwert abzuwarten.
Laden mit bis zu 65 Watt
Der Puck unterstützt eine Ladeleistung von bis zu 65 Watt.
Unterstützt werden unter anderem:
USB Power Delivery 3.0
PPS
Quick Charge 3.0
Damit kann ein leistungsfähiges USB-C-Netzteil verwendet werden.
Der zweite USB-C-Anschluss übernimmt sowohl das Laden als auch DisplayPort-In.
Zwei USB-C-Anschlüsse
Am Compute Puck befinden sich zwei USB-C-Ports.
USB-C 1
Dieser Anschluss verbindet den Puck mit der XREAL-AURA-Brille.
Er unterstützt USB 3.1 und ADB.
USB-C 2
Der zweite Anschluss dient zum:
- Laden
- DisplayPort-In
- ADB
Dadurch kann beispielsweise ein Notebook angeschlossen werden, während die Brille selbst über den anderen Anschluss mit dem Puck verbunden bleibt.
Wi-Fi 6 und Wi-Fi 6E
Für drahtlose Kommunikation unterstützt AURA Wi-Fi 6 und Wi-Fi 6E.
Das ermöglicht schnelle lokale Netzwerkverbindungen und Internetzugang.
Streamingdienste, Cloud-Anwendungen, Downloads und Gemini können dadurch direkt über den Compute Puck genutzt werden.
Ein Smartphone muss dafür nicht permanent als Hotspot dienen, sofern ein WLAN verfügbar ist.
Bluetooth 5.3
Zusätzlich unterstützt das System Bluetooth 5.3.
Damit können unter anderem:
- Tastaturen
- Mäuse
- Gamecontroller
- weitere Zubehörgeräte
verbunden werden.
Fingerabdrucksensor
Der Compute Puck besitzt einen Fingerabdrucksensor.
Dieser ist in die Power- beziehungsweise Sperrtaste integriert.
Damit kann das System biometrisch entsperrt werden.
Für einen persönlichen Spatial Computer ist das besonders sinnvoll, weil innerhalb der Brille private Apps, Konten und möglicherweise berufliche Informationen geöffnet sein können.
Sound by Bose
Beim Audiosystem arbeitet XREAL erneut mit Bose zusammen.
Die integrierten Lautsprecher werden mit Bose EQ Tuning abgestimmt.
Dadurch kann die AURA Filme, Spiele und Kommunikation ohne zusätzliche Kopfhörer wiedergeben.
Das System arbeitet offen und liegt nicht direkt auf den Ohren.
Spatial Audio über Android XR
Zusätzlich unterstützt AURA Spatial Audio über Android XR.
Geräusche können dadurch mit virtuellen Objekten beziehungsweise deren Position innerhalb des räumlichen Interfaces verbunden werden.
Befindet sich beispielsweise ein Videofenster links vom Nutzer, kann der Klang ebenfalls stärker aus dieser Richtung wahrgenommen werden.
Das trägt dazu bei, dass virtuelle Elemente glaubwürdiger im Raum wirken.
Vier Mikrofone
Die Brille besitzt ein Array aus vier Mikrofonen.
Sie dienen unter anderem:
- Sprachsteuerung
- Gemini
- Kommunikation
- Videokonferenzen
- räumlicher Audioaufnahme
Gerade für Gemini sind gute Mikrofone entscheidend, weil Sprache eine der wichtigsten Eingabemethoden des Systems ist.
Zwei Brillengrößen
XREAL bietet AURA in zwei Größen an.
Größe M
Für einen IPD von ungefähr 60 bis 66 Millimetern.
Größe L
Für einen IPD von ungefähr 66 bis 72 Millimetern.
IPD steht für Interpupillary Distance und beschreibt den Abstand zwischen den Pupillen.
Die Wahl der richtigen Größe ist für Bildschärfe und Komfort wichtig.
Korrektionsgläser
Die XREAL AURA unterstützt einsetzbare Korrektionslinsen.
Damit können Nutzer mit Sehschwäche individuell angepasste Gläser innerhalb des Systems verwenden.
Eine integrierte Dioptrienverstellung wie bei einigen VITURE- oder Rokid-Brillen gibt es nach aktuellem Stand nicht.
Prescription Inserts können dafür auch komplexere Sehfehler korrigieren.
Gewicht der Brille
XREAL nennt auf der aktuellen offiziellen Produktseite noch kein endgültiges Gewicht.
Aktuelle Hands-on-Berichte und Vorseriengeräte bewegen sich jedoch ungefähr im Bereich von 92 bis 95 Gramm für die Brille.
Damit wäre AURA deutlich schwerer als einfache Smartglasses, aber weiterhin erheblich leichter als klassische Mixed-Reality-Headsets.
Da der Marktstart noch bevorsteht, sollte das endgültige Seriengewicht erst mit den finalen Verkaufsdaten als verbindlich betrachtet werden.
Warum knapp 100 Gramm bemerkenswert sind
Ein solches Gewicht ist vor allem im Verhältnis zum Funktionsumfang interessant.
Die Brille enthält:
- zwei Displays
- große Prism-Optik
- X1S-Chip
- Trackingkameras
- hochauflösende RGB-Kamera
- Mikrofone
- Lautsprecher
- 6DoF-Sensorik
Trotzdem muss weder ein großer Akku noch der Hauptprozessor am Kopf getragen werden.
Genau diese Aufteilung ist der zentrale ergonomische Vorteil des Split-Compute-Konzepts.
Das Kabel bleibt
Der größte Kompromiss dieses Ansatzes ist das Kabel zwischen Brille und Compute Puck.
AURA ist keine vollständig kabellose Smartglass.
Der Nutzer trägt den Puck beispielsweise in der Hosentasche und führt ein Kabel zur Brille.
Das ist weniger elegant als ein vollständig integriertes System.
Andererseits ermöglicht genau dieses Kabel hohe Datenraten und die Auslagerung von Gewicht, Wärme und Akkukapazität.
AURA gegenüber XREAL 1S
Die XREAL 1S bleibt primär eine Display-Brille.
Sie besitzt:
- 1.200p
- 52 Grad FOV
- X1 Spatial Computing
- 3DoF
- keinen eigenen Android-XR-Computer
- serienmäßig kein vollständiges 6DoF
AURA erweitert dieses Konzept erheblich.
Sie bietet:
- 70 Grad FOV
- 6DoF
- Handtracking
- RGB-Kamera
- KI-Wahrnehmung
- Android XR
- Gemini
- vollständige App-Plattform
- externen Snapdragon-Compute-Puck
Damit handelt es sich nicht einfach um eine stärkere 1S, sondern um eine andere Geräteklasse.
AURA gegenüber XREAL One Pro
Auch die XREAL One Pro konzentriert sich hauptsächlich auf virtuelle Displays.
Ihr 57-Grad-Sichtfeld ist bereits relativ groß.
AURA erweitert den Bereich auf 70 Grad und ergänzt vollständige Spatial-Computing-Hardware.
Wer ausschließlich Filme oder Gaming auf einem großen virtuellen Bildschirm nutzen möchte, benötigt die zusätzliche Komplexität von AURA nicht zwingend.
Wer dagegen mehrere räumlich verankerte Anwendungen, Handtracking und Android XR verwenden möchte, findet diese Funktionen erst bei AURA.
AURA gegenüber Apple Vision Pro
Die konzeptionelle Ähnlichkeit mit Apple Vision Pro liegt vor allem in der räumlichen Benutzeroberfläche.
Beide Systeme ermöglichen:
- 6DoF
- Handsteuerung
- virtuelle Fenster
- räumliche Apps
- Produktivität
- Entertainment
Technisch unterscheiden sie sich jedoch grundlegend.
Vision Pro verwendet ein geschlossenes Video-Passthrough-System.
AURA ist optisch transparent.
Vision Pro trägt einen erheblichen Teil der Rechenhardware direkt im Headset.
AURA lagert sie in den Compute Puck aus.
Dadurch kann AURA deutlich leichter am Kopf bleiben.
AURA gegenüber Samsung Galaxy XR
Mit Samsung Galaxy XR teilt AURA vor allem Android XR und Gemini.
Die Softwareplattform ist damit stärker verwandt als bei praktisch allen bisherigen XREAL-Produkten.
Galaxy XR verfolgt jedoch den klassischen Headset-Ansatz.
AURA versucht, dieselbe grundlegende Plattform in eine deutlich kompaktere Brillenform zu übertragen.
Dadurch wird AURA besonders interessant für die Frage, wie Android XR langfristig außerhalb großer Headsets aussehen könnte.
AURA gegenüber KI-Smartglasses
Gegenüber leichten KI-Brillen wie Ray-Ban Meta oder anderen Audio-Kamera-Smartglasses ist AURA wesentlich größer und technisch komplexer.
Diese Produkte konzentrieren sich hauptsächlich auf:
- Kamera
- Audio
- Sprach-KI
- wenige Stunden beziehungsweise ganztägige leichte Nutzung
AURA ergänzt dagegen ein großes binokulares Display und vollständiges Spatial Tracking.
Sie ist deshalb wesentlich leistungsfähiger, aber auch schwerer und weniger unauffällig.
Kreative Anwendungen
XREAL positioniert AURA nicht ausschließlich für Medienkonsum.
Über Android XR und WebXR können dreidimensionale Kreativwerkzeuge entwickelt werden.
Denkbar sind beispielsweise:
- 3D-Zeichnen
- Modellierung
- räumliche Präsentationen
- Prototyping
- kollaborative Arbeitsbereiche
- Lernanwendungen
Durch Handtracking können digitale Objekte direkt im Raum manipuliert werden.
WebXR
AURA unterstützt außerdem WebXR-Anwendungen.
Dadurch können räumliche Anwendungen direkt über Web-Technologien umgesetzt werden.
Für Entwickler reduziert dies die Einstiegshürde.
Nicht jede AR-Anwendung muss als vollständig native Android-App entwickelt werden.
WebXR ermöglicht experimentelle Anwendungen, Demonstrationen und interaktive Inhalte direkt aus webbasierten Umgebungen.
Entwicklerplattform
XREAL und Google haben bereits vor dem Marktstart ein Android XR Developer Catalyst Program aufgebaut.
Entwickler sollen dadurch frühzeitig Hardware erhalten und Anwendungen für das neue Format entwickeln können.
Das ist für AURA besonders wichtig.
Der Erfolg eines Spatial Computers hängt nicht ausschließlich von Display und Tracking ab.
Entscheidend ist, ob genügend Anwendungen entstehen, die die zusätzliche räumliche Fläche tatsächlich sinnvoll nutzen.
Produktivität
Einer der wichtigsten Anwendungsbereiche dürfte mobiles Arbeiten werden.
Statt einen oder mehrere physische Monitore aufzustellen, können virtuelle Fenster innerhalb des 70-Grad-Sichtfeldes angeordnet werden.
Mit Bluetooth-Tastatur und Maus entsteht daraus ein mobiler Arbeitsplatz.
Ein Notebook kann zusätzlich per DisplayPort eingebunden werden.
Damit versucht XREAL, klassische Desktop-Arbeit und Android-XR-Anwendungen innerhalb derselben räumlichen Umgebung zu verbinden.
Entertainment
Auch Filme und Streaming gehören weiterhin zum Konzept.
YouTube und andere Android-Anwendungen können direkt auf dem Compute Puck laufen.
Die elektrochrome Abdunklung reduziert bei Bedarf die sichtbare reale Umgebung.
Dadurch kann aus der transparenten AR-Brille ein wesentlich stärker abgeschirmtes persönliches Kino werden.
Gaming
Für Gaming gibt es mehrere Möglichkeiten.
Android-Spiele können direkt auf dem Compute Puck laufen.
Cloud-Gaming ist über WLAN möglich.
Bluetooth-Controller können verbunden werden.
Zusätzlich können PC oder Gaming-Handheld über DisplayPort-In angeschlossen werden.
AURA ist damit nicht ausschließlich als Android-XR-Gerät gedacht, sondern kann auch als räumliches Display für externe Gaming-Hardware dienen.
Navigation und Alltag
Google Maps und Gemini eröffnen zusätzlich klassische AR-Anwendungsfälle.
Informationen können direkt im Sichtfeld erscheinen, während die reale Umgebung weiterhin sichtbar bleibt.
Langfristig sind beispielsweise:
- Navigation
- Übersetzung
- Kontextinformationen
- Reiseinformationen
- Objektinformationen
- Erinnerungen
denkbar.
Welche Funktionen zum Marktstart tatsächlich vollständig verfügbar sind, hängt von Android XR und den jeweiligen Apps ab.
Datenschutz und Kamera
Durch die hochauflösende Frontkamera kann AURA ihre Umgebung analysieren.
Damit entstehen gleichzeitig Datenschutzfragen.
XREAL integriert deshalb eine Privacy LED, die eine aktive Kameranutzung sichtbar machen soll.
Zusätzlich betont das Unternehmen, dass Gemini visuelle Informationen nur mit entsprechender Nutzerfreigabe verarbeitet.
Wie transparent und zuverlässig solche Datenschutzmechanismen im Alltag funktionieren, wird sich erst mit den finalen Seriengeräten beurteilen lassen.
Marktstart im Herbst 2026
Die XREAL AURA soll im Herbst 2026 regulär erscheinen.
Stand 25. September 2026 ist das Gerät bereits reservierbar, befindet sich jedoch noch vor dem vollständigen Verkaufsstart.
Deutschland gehört zu den offiziell unterstützten Launch-Märkten.
Auch zahlreiche weitere europäische Länder, die USA, Großbritannien, Japan und Südkorea gehören zur ersten Verfügbarkeitswelle.
Preis noch nicht endgültig bekannt
XREAL hat den endgültigen Verkaufspreis noch nicht veröffentlicht.
Der Hersteller garantiert aktuell lediglich, dass das Basismodell vor Steuern maximal 1.500 US-Dollar kosten soll.
Der tatsächliche deutsche Europreis steht deshalb noch nicht endgültig fest.
Vorbesteller konnten verschiedene Reservierungsmodelle nutzen.
Der limitierte Founder Priority Pass für 299 Euro war bereits kurz nach Start ausverkauft.
Aktuell wird unter anderem eine anrechenbare Prioritätsanzahlung angeboten.
Zwei Speichervarianten
Zum Marktstart sind zwei Konfigurationen vorgesehen:
12 GB RAM / 256 GB Speicher
und
16 GB RAM / 512 GB Speicher
Ob sich darüber hinaus weitere Bundle-Unterschiede ergeben, wird XREAL näher am endgültigen Verkaufsstart bekannt geben.
Für wen eignet sich XREAL AURA?
Die XREAL AURA richtet sich an Early Adopter, Entwickler, professionelle Nutzer, Technik-Enthusiasten und Anwender, die echtes Spatial Computing in einer deutlich leichteren Bauform als bei klassischen XR-Headsets suchen.
Sie ist besonders interessant für Nutzer, denen eine normale Display-Brille nicht weit genug geht.
Mit 6DoF, Handtracking und Android XR lassen sich Anwendungen tatsächlich räumlich im Raum verteilen.
Gemini erweitert die Brille gleichzeitig um einen KI-Assistenten, der nicht nur auf Sprache reagieren, sondern mit entsprechender Freigabe auch digitale und reale visuelle Zusammenhänge verstehen kann.
Für reine Film- oder Gaming-Nutzung ist AURA dagegen möglicherweise überdimensioniert. XREAL 1S oder One Pro erfüllen diesen Zweck einfacher und günstiger.
Die größte Bedeutung der AURA liegt deshalb weniger darin, eine weitere Videobrille zu sein. Sie zeigt vielmehr, wie ein vollwertiger Spatial Computer zwischen leichter Smartglass und schwerem Mixed-Reality-Headset aussehen kann.
Technische Daten der XREAL AURA
Produkttyp: Spatial-Computing-/AR-Brille
Hersteller: XREAL
Betriebssystem: Android XR
Marktstart: Herbst 2026 angekündigt
Status: Reservierung geöffnet, regulärer Verkaufsstart steht noch bevor
Display
Displaytechnik: Sony Micro-OLED
Auflösung pro Auge: 1.920 × 1.200 Pixel
Displays: 2
Optik: X Prism
Sichtfeld: 70°
Bildwiederholrate: bis 120 Hz
Optisches See-through: ja
Kamera-Passthrough für reale Sicht erforderlich: nein
Spatial Computing
Spatial Coprocessor: XREAL X1S
Tracking: 6DoF
Spatial Anchoring: unterstützt
Handtracking: unterstützt
Headtracking: unterstützt
Real-Time AI Perception: unterstützt
WebXR: unterstützt
Android-XR-Anwendungen: unterstützt
Kameras und Sensorik
Trackingkameras: 2 nach außen gerichtete Kameras
Hochauflösende Frontkamera: ja
Privacy LED: ja
KI-Umgebungserkennung: unterstützt
Handerkennung: unterstützt
6DoF-Raumerfassung: unterstützt
Elektrochrome Gläser
Elektrochrome Abdunklung: ja
Transparenzstufen: 5
Manuelle Steuerung: ja
Automatische Steuerung: ja
Audio
Lautsprecher: integriert
Tuning: Sound by Bose
Spatial Audio: über Android XR
Mikrofone: 4
IPD
Größe M: ca. 60–66 mm
Größe L: ca. 66–72 mm
Prescription Inserts: unterstützt
Gewicht
Offizieller finaler Serienwert: von XREAL aktuell noch nicht veröffentlicht
Vorserien-/Hands-on-Angaben: ungefähr 92–95 g für die Brille
Compute Puck
Betriebssystem: Android XR
Prozessor: Qualcomm Snapdragon Reality Elite
Architektur: Split Compute zusammen mit XREAL X1S
Arbeitsspeicher und Speicher
Variante 1: 12 GB RAM / 256 GB Speicher
Variante 2: 16 GB RAM / 512 GB Speicher
Akku
Kapazität: 4.455 mAh
Energie: 34,84 Wh
Maximale Ladeleistung: 65 W
USB PD 3.0: unterstützt
PPS: unterstützt
Quick Charge 3.0: unterstützt
Offizielle allgemeine Akkulaufzeit: noch nicht abschließend angegeben
Anschlüsse
USB-C 1: Verbindung zur XREAL AURA
USB-Standard: USB 3.1
ADB: unterstützt
USB-C 2: Laden und DisplayPort-In
DisplayPort Alt Mode: unterstützt
ADB: unterstützt
Maximale Ladeleistung: 65 W
Eingabe
Handtracking: ja
Sprachsteuerung: ja
Touchpad auf Compute Puck: ja
Bluetooth-Tastatur: unterstützt
Bluetooth-Maus: unterstützt
Bluetooth-Gamecontroller: unterstützt
Sicherheit
Fingerabdrucksensor: integriert
Power-/Lock-Funktion: integriert
Drahtlos
Wi-Fi: Wi-Fi 6 / Wi-Fi 6E
Bluetooth: 5.3
Software und Apps
Android XR: integriert
Google Play: unterstützt
Gemini: integriert
Google Maps: unterstützt
YouTube: unterstützt
Google Chrome: unterstützt
Google Photos: unterstützt
Mehr als 100 spezielle XR-Apps: angekündigt beziehungsweise verfügbar
Normale Android-Apps: umfangreich nutzbar
Die wichtigsten Besonderheiten
70 Grad Sichtfeld: Deutlich größer als bei bisherigen XREAL-Display-Brillen.
1.920 × 1.200 Pixel pro Auge: Zwei hochauflösende Sony-Micro-OLED-Displays.
120 Hz: Hohe Bildwiederholrate für flüssige Spatial-Anwendungen und Gaming.
Optical See-through: Die reale Umgebung wird direkt gesehen und nicht über Kamera-Passthrough.
XREAL X1S: Spatial Coprocessor direkt innerhalb der Brille.
Snapdragon Reality Elite: Leistungsfähiger XR-Prozessor im externen Compute Puck.
Android XR: Vollständige Google-Plattform statt einfacher Displaysoftware.
Gemini: Multimodale KI kann mit Nutzerfreigabe Umgebung und Bildschirminhalte verstehen.
6DoF: Virtuelle Inhalte lassen sich tatsächlich im Raum verankern.
Handtracking: Steuerung ohne klassischen VR-Controller.
Drei nach außen gerichtete Kameras: Zwei Trackingkameras plus hochauflösende Kamera für visuelle KI-Anwendungen.
Privacy LED: Sichtbare Anzeige bei Verwendung der hochauflösenden Kamera.
Fünf elektrochrome Stufen: Transparenz und Immersion lassen sich elektronisch regeln.
Sound by Bose: Integrierte Lautsprecher mit Bose-Abstimmung.
Vier Mikrofone: Spracheingabe und Kommunikation direkt über die Brille.
DisplayPort-In: Notebook, PC oder Gaming-Handheld können als externe Bildquelle dienen.
12/256 oder 16/512 GB: Zwei Compute-Puck-Konfigurationen vorgesehen.
65-Watt-Laden: Schnelle USB-C-Stromversorgung des Compute Pucks.
Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3: Direkte Netzwerkanbindung und umfangreiche Zubehörunterstützung.
Die XREAL AURA ist damit ein deutlich größerer Technologiesprung als die üblichen jährlichen Upgrades von Display-Brillen. XREAL erweitert nicht einfach Auflösung oder Sichtfeld, sondern verändert die Produktklasse: Aus einem tragbaren Bildschirm wird ein eigenständiger Android-XR-Spatial-Computer mit Gemini, Handtracking, 6DoF und vollständigem App-Ökosystem.
Besonders interessant ist dabei der Split-Compute-Ansatz. AURA versucht nicht, Prozessor, Akku, Kühlung, Displays und Sensoren vollständig in den Brillenrahmen zu pressen. Die leistungsintensive Hardware wandert stattdessen in die Tasche, während die zeitkritische Spatial-Verarbeitung über den X1S direkt in der Brille bleibt. Genau diese Architektur könnte sich als wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zu wirklich alltagstauglichen Spatial-Computing-Brillen erweisen.
Quellen:
- https://www.heise.de/news/Android-XR-Google-kuendigt-erste-Smart-Glasses-fuer-2026-an-11107511.html
- https://www.heise.de/news/Google-zeigt-erste-Bilder-kommender-Smart-Glasses-11299810.html
- https://www.notebookcheck.com/Xreal-Aura-Neue-Mixed-Reality-Brille-mit-Micro-OLED-Display-startet.1323029.0.html
- https://www.computerbase.de/news/wearables/snapdragon-reality-elite-qualcomm-bringt-vr-mr-topmodell-und-gibt-starthilfe.97863/
- https://www.xreal.com/de/aura