RayNeo GT Max

Die RayNeo GT Max ist die größere und stärker auf maximale Immersion ausgelegte Variante der GT-Serie und verbindet eine kompakte XR-Display-Brille mit einem besonders breiten virtuellen Kinobild. Mit einem 59 Grad großen Sichtfeld, einer virtuellen Bildfläche von bis zu 307 Zoll, Full-HD-Micro-OLED-Displays, bis zu 120 Hz und nativem 3DoF-Tracking richtet sie sich vor allem an Nutzer, die Filme, Serien und Spiele auf einer möglichst großen persönlichen Leinwand erleben möchten. Gleichzeitig bleibt die Brille mit rund 78 Gramm erheblich leichter als klassische VR- oder Mixed-Reality-Headsets.

Das Konzept unterscheidet sich deutlich von autonomen Smartglasses oder Mixed-Reality-Systemen. Die GT Max besitzt keinen eigenen App-Computer, keine nach außen gerichtete Kamera und keinen großen integrierten Akku. Stattdessen wird sie mit einem Smartphone, Tablet, Notebook, Gaming-Handheld oder einer Spielekonsole verbunden und übernimmt dort die Funktion eines persönlichen Großbildschirms. Die Rechenleistung kommt vom angeschlossenen Gerät, während die Brille Bilddarstellung, räumliche Stabilisierung und Audio übernimmt. Dadurch kann RayNeo einen deutlich größeren Teil des Gewichts und Bauraums für Displays, Optik und Lautsprecher verwenden.


Bis zu 307 Zoll großes virtuelles Display

Das auffälligste Merkmal der RayNeo GT Max ist ihr besonders großes virtuelles Display. Drei Größen stehen zur Verfügung: 227 Zoll, 267 Zoll und 307 Zoll. Standardmäßig arbeitet die Brille mit einer virtuellen Bildgröße von etwa 267 Zoll. Damit geht sie deutlich über die normale RayNeo GT hinaus, deren größter Modus bei 231 Zoll liegt.

Entscheidend ist dabei nicht nur die angegebene Bildschirmdiagonale, sondern vor allem das 59 Grad große Sichtfeld. Dadurch nimmt das virtuelle Bild einen erheblich größeren Bereich des Blickfeldes ein als bei vielen klassischen Display-Brillen. Filme und Spiele wirken entsprechend raumfüllender und stärker wie eine große Kinoleinwand als wie ein kleiner Bildschirm, der vor dem Nutzer schwebt.

Gerade für Entertainment ist dieses breitere Sichtfeld einer der wichtigsten Unterschiede zwischen GT und GT Max. Die normale GT erreicht 46 Grad, während die Max-Version auf 59 Grad kommt. Im Gegenzug verteilt sich dieselbe Full-HD-Auflösung auf einen größeren Bereich, weshalb die Pixeldichte der GT Max bei 38 Pixeln pro Grad (PPD) liegt. Die kleinere GT kommt aufgrund ihres engeren Sichtfeldes auf 49 PPD.

Die GT Max priorisiert damit bewusst Bildgröße und Immersion vor maximaler Pixeldichte. Für Filme und Gaming ist das attraktiv, während sehr kleine Schriften auf der normalen GT aufgrund der höheren PPD theoretisch etwas feiner erscheinen können.

Micro-OLED mit Full-HD-Auflösung

RayNeo verwendet ein 0,6 Zoll großes SeeYa-Micro-OLED-Display mit 1.920 × 1.080 Pixeln. Die Micro-OLED-Technologie eignet sich besonders gut für eine Display-Brille, da sie sehr kleine Panels mit hoher Pixeldichte, schnellen Reaktionszeiten und starken Kontrasten ermöglicht.

Im Gegensatz zu LCD benötigt OLED keine separate Hintergrundbeleuchtung. Jeder Bildpunkt erzeugt sein eigenes Licht und kann vollständig abgeschaltet werden. Schwarze Bildbereiche erscheinen dadurch wesentlich dunkler, was insbesondere bei Filmen, Weltraumszenen, Horrorspielen oder anderen kontrastreichen Inhalten sichtbar wird.

RayNeo gibt ein Kontrastverhältnis von 200.000:1 an. Zusätzlich werden 98 Prozent des DCI-P3-Farbraums und 145 Prozent sRGB abgedeckt. Die Farbabweichung soll bei weniger als Delta E 2 liegen. Damit ist die Brille klar auf hochwertige Medienwiedergabe ausgelegt und soll Farben vergleichsweise präzise darstellen.

Peacock Optical Engine 3.0 Max

Für die GT Max hat RayNeo die sogenannte Peacock Optical Engine 3.0 Max entwickelt. Sie kombiniert das Micro-OLED-Panel mit einer speziell auf das größere Sichtfeld ausgelegten Optik. Laut RayNeo ist die neue Konstruktion gegenüber traditionellen Birdbath-Optiken dünner und leichter, obwohl sie ein deutlich breiteres Sichtfeld ermöglicht.

Das Ergebnis ist das für diese Geräteklasse ungewöhnlich große 59-Grad-Sichtfeld. Während viele Display-Brillen eher den Eindruck eines mittelgroßen Fernsehers aus einiger Entfernung vermitteln, soll die GT Max stärker an eine große Kinoleinwand erinnern.

Das macht sich besonders bei Filmen und Spielen bemerkbar. Je mehr Bereiche des natürlichen Blickfeldes vom virtuellen Display ausgefüllt werden, desto weniger wirkt die Darstellung wie ein kleiner Bildschirm innerhalb der Umgebung und desto stärker entsteht das Gefühl, tatsächlich vor einer großen Leinwand zu sitzen.

Bis zu 1.200 Nits Helligkeit

In den normalen Darstellungsmodi erreicht die RayNeo GT Max eine angegebene wahrgenommene Helligkeit von bis zu 1.200 Nits. Das ist für eine transparente Display-Brille besonders wichtig, weil weiterhin Umgebungslicht durch beziehungsweise um die Optik gelangen kann. Je heller die Umgebung ist, desto stärker muss das virtuelle Bild dagegen ankommen.

Eine Besonderheit gibt es beim räumlich fixierten Pinned-Modus. Hier beträgt die maximale Helligkeit laut Hersteller 336 Nits. Die höchste Helligkeit von 1.200 Nits steht dagegen in den nicht fixierten Modi zur Verfügung.

Wer die GT Max hauptsächlich als fest im Raum positionierte virtuelle Leinwand verwenden möchte, sollte diesen Unterschied berücksichtigen. Die niedrigere Helligkeit des Pinned-Modus dürfte in dunkleren Innenräumen und beim klassischen Filmabend weniger problematisch sein als in sehr heller Umgebung.

Natives 3DoF-Tracking

Eine zentrale Funktion der GT Max ist das native 3DoF-Tracking. Dafür verwendet RayNeo einen eigenen Zone 360 3DoF-Chip, der Bewegungen des Kopfes erfasst und die Position des virtuellen Bildschirms entsprechend anpasst. Gemeinsam mit dem Vision-4000-Bildprozessor entsteht eine Dual-Chip-Architektur, die Bildverarbeitung und räumliches Tracking getrennt übernimmt.

3DoF steht für „Three Degrees of Freedom“. Die Brille erkennt dabei Drehbewegungen nach links und rechts, nach oben und unten sowie seitliches Neigen. Positionsbewegungen des Kopfes nach vorne, hinten oder seitlich werden dagegen nicht vollständig räumlich erfasst. Dafür wäre ein 6DoF-System notwendig.

Für eine Display-Brille ist 3DoF dennoch ein großer Fortschritt gegenüber einer einfachen, permanent am Blickfeld befestigten Leinwand.

Drei räumliche Bildschirmmodi

Die RayNeo GT Max bietet drei verschiedene 3DoF-Modi: Follow, Steady und Pinned.

Im Follow-Modus bleibt der Bildschirm zentral im Sichtfeld und folgt deinen Kopfbewegungen. Das entspricht am ehesten dem Verhalten klassischer Display-Brillen und eignet sich beispielsweise für unkompliziertes Streaming oder Gaming.

Der Steady-Modus stabilisiert die Leinwand, lässt aber kleinere natürliche Bewegungen zu. RayNeo positioniert diesen Modus insbesondere für Zugfahrten, Flugreisen und Pendler. Er soll verhindern, dass jede kleine Kopfbewegung unmittelbar auf das virtuelle Bild übertragen wird.

Im Pinned-Modus bleibt die Leinwand dagegen an einer festen virtuellen Position. Drehst du deinen Kopf zur Seite, bleibt der Bildschirm an seinem Platz, ähnlich wie ein echter Fernseher oder eine Projektionsfläche im Raum.

Gerade dieser Modus verändert das Nutzungsgefühl deutlich. Statt ständig einen Bildschirm unmittelbar vor den Augen zu tragen, entsteht eher der Eindruck, vor einer festen virtuellen Leinwand zu sitzen.

Vision 4000 und AI-HDR

Für die Bildverarbeitung nutzt die GT Max den Vision-4000-Chip. Eine seiner Funktionen ist die Echtzeit-Konvertierung von SDR-Material in eine HDR-ähnliche Darstellung. RayNeo bezeichnet diese Funktion als AI-HDR beziehungsweise AI Realtime SDR to HDR Conversion.

Dabei werden Kontrast, Helligkeitsverteilung und Bildcharakteristik normaler SDR-Inhalte analysiert und angepasst. Ein gewöhnliches SDR-Video kann dadurch dynamischer wirken.

Die Funktion sollte allerdings nicht mit nativ produziertem HDR verwechselt werden. Eine nachträgliche Konvertierung kann vorhandenes Bildmaterial optimieren, aber keine ursprünglich nicht aufgezeichneten Bildinformationen wiederherstellen.

Dolby Vision mit Pocket TV Pro

In Kombination mit dem separat erhältlichen RayNeo Pocket TV Pro unterstützt die GT Max auch Dolby Vision. RayNeo bezeichnet die Kombination aus GT-Serie und Pocket TV Pro als erstes Dolby-Vision-System seiner Art für AR-Display-Brillen. Die Dolby-Vision-Unterstützung gilt ausdrücklich für die Kombination mit dem entsprechenden Zubehör und kompatiblen Inhalten.

Pocket TV Pro fungiert dabei als kompakter Streaming-Player und liefert kompatible Inhalte direkt an die Brille. Für die normale Nutzung an Smartphone, Notebook oder Gaming-Handheld wird das Gerät nicht benötigt.

Wer hauptsächlich eigene Geräte anschließen möchte, kann die GT Max also vollständig ohne Pocket TV Pro verwenden. Das Zubehör richtet sich insbesondere an Nutzer, die die Brille als eigenständigeres persönliches Streaming-Kino verwenden möchten.

Bis zu 120 Hz für flüssiges Gaming

Bei 2D-Inhalten unterstützt die RayNeo GT Max eine Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz. Damit kann das Display bis zu 120 Bilder pro Sekunde darstellen. Bei stereoskopischen 3D-Inhalten sind bis zu 60 Hz möglich.

Die hohe Bildwiederholrate ist besonders beim Gaming interessant. Schnelle Kameraschwenks und Bewegungen erscheinen flüssiger als auf einem klassischen 60-Hz-Display. Auch normale Bedienoberflächen und Scrollbewegungen profitieren davon.

In Verbindung mit einem Steam Deck oder anderen Gaming-Handhelds entsteht damit ein interessantes Setup: Das Handheld übernimmt Rechenleistung und Steuerung, während die GT Max das kleine integrierte Display durch eine virtuelle Leinwand mit bis zu 307 Zoll ersetzt.

Auch für PC- und Konsolenspiele ist die hohe Bildwiederholrate relevant, wobei die tatsächlich nutzbare Bildrate zusätzlich von Ausgangsgerät, Adapter, Spiel und Verbindung abhängt.

Native 3D-Wiedergabe

Die RayNeo GT Max unterstützt neben gewöhnlichen 2D-Inhalten auch native stereoskopische 3D-Wiedergabe. Da jedes Auge über eine eigene Darstellung verfügt, können unterschiedliche Perspektiven gezeigt und dadurch echte Tiefeninformationen erzeugt werden.

Zusätzlich unterstützt RayNeo eine KI-gestützte Konvertierung von 2D zu 3D. Herkömmliches Videomaterial kann dadurch mit einer künstlich erzeugten Tiefenwirkung dargestellt werden.

Bei echtem nativem 3D enthält das Ausgangsmaterial jedoch bereits zwei unterschiedliche Perspektiven. Die nachträgliche Konvertierung kann diesen Effekt lediglich simulieren und ist deshalb qualitativ vom jeweiligen Inhalt und der Erkennung der Tiefenebenen abhängig.

Bang & Olufsen Audio mit vier Lautsprechern

Auch das Audiosystem gehört zu den zentralen Merkmalen der GT Max. In den Bügeln befinden sich vier Lautsprecher, deren Klang gemeinsam mit Bang & Olufsen abgestimmt wurde. RayNeo verwendet ein Racetrack-Lautsprechersystem und gibt unter anderem eine gegenüber früheren Lösungen größere Lautsprecherfläche und erhöhte Empfindlichkeit an.

Die offene Konstruktion ermöglicht es, Filme oder Spiele ohne zusätzliche Kopfhörer zu hören. Gleichzeitig bleiben Umgebungsgeräusche weiterhin wahrnehmbar, was beispielsweise auf Reisen praktisch sein kann.

Zusätzlich unterstützt die GT Max räumlichen Klang mit Headtracking. Das Audiosystem kann damit auf Kopfbewegungen reagieren und den wahrgenommenen Ursprung des Tons stärker an die virtuelle Leinwand koppeln.

Gerade gemeinsam mit dem Pinned-Modus kann das den Eindruck verstärken, dass Bild und Ton von einem festen virtuellen Fernseher beziehungsweise einer Leinwand vor dir kommen.

Whisper Mode für diskreteres Audio

Der integrierte Whisper Mode soll die Schallabstrahlung stärker auf die Ohren des Trägers konzentrieren und reduzieren, wie deutlich Personen in unmittelbarer Umgebung den Ton wahrnehmen können.

Vollständig privat wird eine offene Lautsprecherlösung dadurch allerdings nicht. In sehr ruhigen Umgebungen und bei hoher Lautstärke können andere Personen weiterhin etwas hören. Wer vertrauliche Inhalte konsumiert oder maximale Abschirmung möchte, ist mit separaten Kopfhörern besser bedient.

Für normale Film- oder Gaming-Nutzung bietet die integrierte Lösung jedoch einen großen Komfortvorteil, weil keine zusätzlichen In-Ears oder Over-Ear-Kopfhörer getragen werden müssen.

Drei Größen für unterschiedliche Augenabstände

Einer der wichtigsten Vorteile der GT Max gegenüber der normalen GT ist die Anpassung an unterschiedliche Interpupillardistanzen (IPD). Statt einer einzigen festen Optik bietet RayNeo die Max-Version in drei Größen an:

  • S: IPD unter 64 mm
  • M: IPD von 64 bis 67 mm
  • L: IPD über 67 mm

Dadurch lässt sich die optische Konstruktion besser auf den individuellen Abstand zwischen den Pupillen abstimmen. Bei XR- und Display-Brillen ist dieser Wert besonders wichtig, weil die Augen möglichst genau vor dem optimalen Bereich der Optik liegen sollten.

Ein falscher Augenabstand kann dazu führen, dass Bildränder unscharf wirken oder sich das komplette virtuelle Display schwer gleichzeitig überblicken lässt.

Die normale GT besitzt dagegen einen festen IPD von 64 Millimetern. Gerade Nutzer mit deutlich größerem oder kleinerem Augenabstand erhalten mit der GT Max deshalb mehr Anpassungsmöglichkeiten.

Verstellbare Nasenpads und Korrektionsgläser

Zusätzlich zu den drei IPD-Versionen besitzt die GT Max verstellbare Nasenpads, über die sich die Höhe und Position der Brille weiter anpassen lässt.

Für Nutzer mit Fehlsichtigkeit unterstützt RayNeo außerdem Korrektionsgläser beziehungsweise Prescription Lens Inserts. Diese werden passend zur eigenen Sehstärke gefertigt und innerhalb der Brille eingesetzt. Damit muss eine normale Brille nicht zusätzlich unter der GT Max getragen werden.

Das ist besonders bei längerer Nutzung von Vorteil, da zwei übereinander getragene Brillen schnell unbequem werden können und die korrekte Position der XR-Optik erschweren.

OptiCare mit 3.840-Hz-Dimmung

RayNeo verwendet bei der GT Max die eigene OptiCare-Technologie mit 3.840 Hz Hochfrequenz-Dimmung. Ergänzend nennt der Hersteller TÜV-Süd-Zertifizierungen für Eye Comfort, reduziertes Blaulicht und flimmerfreie beziehungsweise flimmerarme Darstellung.

Die hohe Frequenz der Displaydimmung soll insbesondere bei niedriger Helligkeit sichtbares Flimmern vermeiden.

Zusätzlich stehen zwölf normale Helligkeitsstufen sowie drei zusätzliche Boost-Stufen zur Verfügung. Bei den Bildprofilen kannst du zwischen Standard, Film, Augenschutz und Büro wählen.

Trotz solcher Technologien bleibt der tatsächliche Trage- und Sehkomfort individuell. Sitz der Optik, Augenabstand, Sehschärfe, Helligkeit und persönliche Empfindlichkeit spielen bei Display-Brillen eine besonders große Rolle.

78 Gramm Gewicht

Mit rund 78 Gramm bleibt die RayNeo GT Max trotz ihres großen Sichtfeldes vergleichsweise leicht. Sie ist allerdings etwa zehn Gramm schwerer als die normale GT mit 68 Gramm.

Der Unterschied erklärt sich unter anderem durch die größere optische Konstruktion. Im Vergleich zu klassischen VR- und Mixed-Reality-Headsets bleibt die GT Max dennoch wesentlich kompakter.

Entscheidend ist, dass kein großer Akku und kein leistungsfähiger Hauptprozessor in der Brille untergebracht werden müssen. Die Energieversorgung erfolgt über das angeschlossene Gerät.

Das hat zwei praktische Konsequenzen: Die Brille muss nicht separat aufgeladen werden, belastet dafür aber den Akku des verbundenen Smartphones, Tablets oder Gaming-Handhelds.

Anschluss über USB-C

Die einfachste Verbindung erfolgt über USB-C mit DisplayPort-Unterstützung. Kompatible Geräte können direkt angeschlossen werden und erkennen die GT Max praktisch wie ein externes Display.

Unterstützt werden unter anderem entsprechende:

  • iPhones
  • Android-Smartphones
  • iPads und andere Tablets
  • MacBooks
  • Windows-Notebooks und PCs
  • Steam Deck und andere Gaming-Handhelds

Wichtig ist, dass der USB-C-Anschluss des jeweiligen Gerätes tatsächlich eine Videoausgabe beziehungsweise DisplayPort Alt Mode unterstützt. Ein normaler USB-C-Anschluss für Datenübertragung und Laden reicht allein nicht aus.

PlayStation, Xbox und Nintendo Switch

Auch Geräte mit HDMI-Ausgang können mit der GT Max verwendet werden. Dafür ist der separat angebotene RayNeo HDMI Adapter erforderlich. RayNeo nennt unter anderem PlayStation, Xbox und Nintendo Switch als unterstützte Plattformen.

Damit lässt sich beispielsweise eine PlayStation mit dem HDMI-Adapter verbinden und das Konsolenbild anschließend auf der virtuellen Leinwand darstellen.

Für Gaming ist dieses Konzept besonders interessant, wenn kein großer Fernseher verfügbar ist oder eine andere Person den Fernseher gleichzeitig nutzen möchte. Die GT Max wird dadurch zu einem persönlichen Bildschirm, der praktisch nur für den Träger sichtbar ist.

Persönliches Kino für Reisen

Besonders gut passt die GT Max zum Einsatz im Zug oder Flugzeug. Statt auf dem kleinen Bildschirm eines Smartphones, Tablets oder Handhelds zu schauen, erscheint der Inhalt auf einer virtuellen Leinwand mit bis zu 307 Zoll.

Der Steady-Modus ist speziell für solche Situationen gedacht. Kleine natürliche Bewegungen und Erschütterungen sollen weniger stark auf die virtuelle Leinwand übertragen werden.

Auch die Privatsphäre ist unterwegs ein Vorteil. Andere Reisende können nicht einfach seitlich auf den Bildschirm schauen, wie es bei einem Notebook oder Tablet möglich wäre.

In Kombination mit dem offenen Audiosystem bleiben gleichzeitig wichtige Umgebungsgeräusche und Durchsagen hörbar.

Als virtueller Monitor für Notebook und PC

Neben Entertainment kann die RayNeo GT Max auch als virtueller Monitor für einen Computer verwendet werden. Wird ein kompatibles MacBook oder Windows-Notebook über USB-C angeschlossen, kann dessen Bild auf die große virtuelle Leinwand übertragen werden.

Der Pinned-Modus ist für diesen Einsatz besonders interessant, weil der virtuelle Bildschirm an einer Position verbleiben kann und damit stärker wie ein echter Monitor wirkt.

Die GT Max sollte trotzdem nicht mit einem vollständigen Spatial-Computing-System verwechselt werden. Sie bietet kein komplexes 6DoF-Raumtracking, keine integrierten Kameras für Handtracking und keine eigenständige räumliche Benutzeroberfläche wie beispielsweise ein vollwertiges Mixed-Reality-Headset.

Ihr Schwerpunkt liegt auf einem großen persönlichen Display, nicht auf einer vollständigen virtuellen Arbeitsumgebung.

RayNeo GT Max oder RayNeo GT?

GT und GT Max basieren auf demselben Grundkonzept und teilen zahlreiche Funktionen. Beide Modelle besitzen Micro-OLED-Displays mit 1.920 × 1.080 Pixeln, bis zu 120 Hz, natives 3DoF, Vision 4000, Zone 360, Bang-&-Olufsen-Audio sowie die drei Spatial-Modi Follow, Steady und Pinned.

Der größte Unterschied liegt beim optischen System. Die GT Max erreicht 59 Grad Sichtfeld und bis zu 307 Zoll, während die GT bei 46 Grad und maximal 231 Zoll bleibt. Dafür bietet die kleinere GT mit 49 statt 38 PPD eine höhere Pixeldichte und wiegt mit 68 Gramm zehn Gramm weniger.

Zusätzlich lässt sich die GT Max über drei IPD-Größen deutlich besser an unterschiedliche Augenabstände anpassen. Die normale GT verwendet einen festen Abstand von 64 Millimetern.

Die GT Max richtet sich damit vor allem an Nutzer, denen ein möglichst großes und immersives Bild wichtiger ist als minimales Gewicht und maximale Pixeldichte. Die normale GT ist dagegen kompakter und für Nutzer interessant, denen 46 Grad Sichtfeld bereits ausreichen.

Für wen eignet sich die RayNeo GT Max?

Die RayNeo GT Max eignet sich besonders für Film- und Serienfans, Gamer, Vielreisende und Nutzer, die unterwegs einen sehr großen persönlichen Bildschirm verwenden möchten. Ihre größte Stärke ist die Kombination aus 59 Grad Sichtfeld, bis zu 307 Zoll großer virtueller Leinwand und nativem 3DoF-Tracking.

Auch die drei IPD-Versionen machen die Max-Ausführung für Nutzer interessant, die bei Display-Brillen Schwierigkeiten mit fest vorgegebenen Augenabständen haben.

Wer dagegen hauptsächlich möglichst kleine Texte lesen oder eine besonders leichte Brille tragen möchte, kann von der normalen GT profitieren. Für Nutzer, die Kameras, KI-Assistenten, Navigation oder frei im Raum platzierte AR-Objekte suchen, ist wiederum eine andere Smartglass-Kategorie sinnvoller.

Die GT Max konzentriert sich bewusst auf ihre Rolle als tragbares Premium-Display: großes Sichtfeld, Micro-OLED, hohe Bildwiederholrate, räumlich stabilisierte Leinwand und integriertes Premium-Audio in einer deutlich kompakteren Bauform als klassische XR-Headsets.

Technische Daten der RayNeo GT Max

EigenschaftRayNeo GT Max
ProdukttypXR-/AR-Display-Brille
Display0,6 Zoll SeeYa Micro-OLED
Auflösung1.920 × 1.080 Pixel
Pixeldichte38 PPD
Virtuelle Bildschirmgrößen227 / 267 / 307 Zoll
Standardgröße267 Zoll
Sichtfeld59°
Bildwiederholrate 2Dbis 120 Hz
Bildwiederholrate 3D60 Hz
Maximale Helligkeitbis 1.200 Nits
Helligkeit Pinned Mode336 Nits
Kontrast200.000:1
Farbraum98 % DCI-P3 / 145 % sRGB
FarbgenauigkeitDelta E < 2
Optical EnginePeacock Optical Engine 3.0 Max
BildprozessorVision 4000
Tracking-ProzessorZone 360 3DoF
Spatial Trackingnatives 3DoF
Spatial-ModiFollow / Steady / Pinned
HDRAI-HDR / SDR-zu-HDR
Dolby Visionmit RayNeo Pocket TV Pro
3Dnatives 3D
2D-zu-3DKI-Konvertierung
AudioQuad-Speaker-System
Audio-AbstimmungBang & Olufsen
Spatial Audiounterstützt, inklusive Headtracking
Privates AudioWhisper Mode
Dimmung3.840 Hz
Helligkeitsregelung12 Stufen + 3 Boost-Stufen
BildmodiStandard / Film / Augenschutz / Büro
IPDS: <64 mm / M: 64–67 mm / L: >67 mm
Passformverstellbare Nasenpads
Korrektionsgläserunterstützt
VerbindungUSB-C mit DisplayPort
HDMI-Geräteüber RayNeo HDMI Adapter
AppRayNeo XR App
Gewichtca. 78 g
Stromversorgungüber angeschlossenes Gerät
EinsatzbereicheStreaming, Filme, Gaming, Reisen, virtueller Monitor