VITURE Pro 2

Die VITURE Pro 2 ist eine leichte XR-Display-Brille für Gaming, Filme, Streaming und mobiles Arbeiten, die VITURE im August 2026 als Weiterentwicklung der bisherigen Pro-Generation vorgestellt hat. Statt möglichst viele zusätzliche Sensoren und AR-Funktionen zu integrieren, konzentriert sich das Modell bewusst auf die Kernaufgabe einer Display-Brille: einen großen, scharfen und hellen virtuellen Bildschirm in einem möglichst kompakten und komfortablen Gehäuse bereitzustellen.

Dafür kombiniert die VITURE Pro 2 Sony-Micro-OLED-Displays mit 1.920 × 1.080 Pixeln pro Auge, ein 50 Grad großes Sichtfeld, bis zu 120 Hz, eine wahrgenommene Spitzenhelligkeit von 1.600 Nits und VITUREs neue UltraClarity-3.0-Optik. Besonders auffällig ist das geringe Gewicht von nur 63 Gramm. Damit ist die Pro 2 rund 20 Prozent leichter und etwa 16 Prozent dünner als die vorherige VITURE Pro.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der optischen Anpassung. Zwei integrierte Dioptrienregler ermöglichen eine Kurzsichtigkeitskorrektur von 0 bis -5,0 Dioptrien für jedes Auge separat. Hinzu kommen mehrere Nasenpad-Positionen und verstellbare Bügel, sodass die Brille möglichst genau vor den Augen ausgerichtet werden kann.

Im Gegensatz zu VITURE Beast oder Luma Ultra ist die Pro 2 allerdings keine besonders komplexe Spatial-Computing-Brille. Sie besitzt keine Frontkameras, kein Handtracking und kein natives 6DoF. Ihr Konzept ist deutlich geradliniger: möglichst hochwertige virtuelle Bildschirmdarstellung bei minimalem Gewicht und vergleichsweise niedrigem Preis.

Virtueller Bildschirm mit 146 Zoll

Die VITURE Pro 2 erzeugt eine virtuelle Bildfläche von ungefähr 146 Zoll.

Die Größenangabe beschreibt die wahrgenommene Darstellung aus einer simulierten Entfernung von ungefähr vier Metern. Du hast also den Eindruck, auf eine sehr große Leinwand zu schauen, obwohl sich tatsächlich nur die kleinen Micro-OLED-Panels innerhalb der Brille befinden.

Gerade bei Smartphones und Gaming-Handhelds ist der Unterschied erheblich. Ein Steam Deck, ROG Ally oder Smartphone mit sechs bis acht Zoll Display kann dadurch auf einer subjektiv deutlich größeren Fläche genutzt werden.

Auch für Filme eignet sich dieses Konzept. Statt ein Smartphone oder Tablet direkt vor das Gesicht zu halten, blickst du geradeaus auf eine große virtuelle Leinwand.

Sony Micro-OLED

Für die Bilddarstellung verwendet VITURE Sony-Micro-OLED-Panels.

Micro-OLED ist für kompakte XR-Brillen besonders interessant, weil sehr hohe Pixeldichten auf kleinen Displayflächen möglich sind.

Jeder OLED-Pixel erzeugt sein eigenes Licht. Eine klassische Hintergrundbeleuchtung wie bei LCD ist deshalb nicht erforderlich.

Dunkle Bildbereiche können sehr stark abgedunkelt werden, während helle Bildinformationen gleichzeitig leuchten.

Das verbessert insbesondere Kontrast und Schwarzdarstellung bei Filmen, Spielen und dunklen Benutzeroberflächen.

1.920 × 1.080 Pixel pro Auge

Die Auflösung beträgt 1.920 × 1.080 Pixel pro Auge.

Damit arbeitet die Pro 2 weiterhin mit Full-HD-Auflösung und nicht mit den 1.200p-Panels der neueren Luma- und Beast-Modelle.

Das klingt zunächst nach einem Nachteil. VITURE setzt bei der Pro 2 jedoch stärker auf die Qualität der Optik als auf eine reine Erhöhung der Pixelzahl.

Die neue UltraClarity-3.0-Konstruktion soll insbesondere dafür sorgen, dass die vorhandenen Pixel über einen größeren Bereich der virtuellen Leinwand scharf wahrgenommen werden.

Gerade die Randschärfe gehört deshalb zu den zentralen Verbesserungen gegenüber der vorherigen Generation.

UltraClarity 3.0

Die wichtigste Neuerung ist UltraClarity 3.0.

VITURE hat dafür die Birdbath-Optik überarbeitet und konzentriert sich stärker auf eine gleichmäßige Schärfe vom Zentrum bis zu den Bildrändern.

Bei Display-Brillen ist dies besonders wichtig. Eine hohe Auflösung allein bringt wenig, wenn nur ein kleiner Bereich im Zentrum wirklich scharf sichtbar ist.

Sobald Text oder Benutzeroberflächen außerhalb dieses Sweet Spots liegen, müssen Nutzer sonst den gesamten Kopf bewegen, anstatt lediglich mit den Augen zu schauen.

UltraClarity 3.0 soll diesen Bereich deutlich vergrößern.

Verbesserte Randschärfe

VITURE spricht insbesondere von einer höheren Edge-to-Edge Clarity.

Das bedeutet, dass Texte, Menüs und andere feine Elemente auch näher am Rand der virtuellen Darstellung möglichst klar bleiben sollen.

Für Filme ist das angenehm, für produktives Arbeiten aber noch wichtiger.

Bei einem virtuellen Desktop liegen Fenster, Symbolleisten und Text häufig nicht genau im Zentrum des Sichtfeldes.

Eine gute Randschärfe macht deshalb den Unterschied zwischen einer Brille, die hauptsächlich für Videos geeignet ist, und einer Anzeige, auf der auch längere Texte sinnvoll gelesen werden können.

Birdbath-Optik

Die VITURE Pro 2 verwendet weiterhin eine Birdbath-Optik.

Dabei wird das Bild des Micro-OLED-Panels über mehrere optische Elemente reflektiert und vor den Augen vergrößert dargestellt.

Birdbath-Systeme benötigen etwas mehr Gehäusevolumen als extrem kompakte Waveguides, bieten dafür eine hohe Bildqualität und gute Lichtausbeute.

Für Display-Brillen, die hauptsächlich virtuelle Bildschirme darstellen sollen, ist diese Technik deshalb weiterhin weit verbreitet.

50 Grad Sichtfeld

Das Sichtfeld beträgt 50 Grad.

Damit fällt es größer aus als beim Vorgängermodell VITURE Pro mit ungefähr 46 Grad.

Der virtuelle Bildschirm nimmt dadurch einen größeren Anteil des zentralen Blickfeldes ein.

Filme und Spiele wirken entsprechend immersiver.

Gleichzeitig bleibt die Pro 2 klar unter dem Sichtfeld klassischer VR-Headsets, die typischerweise etwa 100 Grad oder mehr erreichen.

Die Pro 2 soll die reale Welt nicht vollständig ersetzen. Sie erzeugt vielmehr einen großen virtuellen Monitor innerhalb deines Sichtfeldes.

43 Pixel pro Grad

VITURE nennt für die Pro 2 ungefähr 43 PPD – Pixel per Degree.

PPD beschreibt, wie viele Pixel innerhalb eines Grades des Sichtfeldes dargestellt werden.

Die Kennzahl berücksichtigt deshalb nicht nur die Auflösung, sondern auch die Größe des Sichtfeldes.

Eine hohe PPD ist besonders für kleine Texte und feine Strukturen wichtig.

Die Pro 2 besitzt zwar weiterhin 1080p-Panels, verteilt die vorhandenen Pixel aber auf ein klar definiertes 50-Grad-Sichtfeld.

Bis zu 120 Hz

Die VITURE Pro 2 unterstützt drei wichtige Bildwiederholraten:

60 Hz
90 Hz
120 Hz

Besonders Gaming profitiert von 120 Hz.

Schnelle Bewegungen und Kameraschwenks wirken flüssiger, sofern das angeschlossene Gerät ebenfalls genügend Bilder pro Sekunde ausgeben kann.

Auch normale Computeroberflächen profitieren. Scrollbewegungen, Cursor und Animationen wirken bei 120 Hz deutlich direkter als auf einem 60-Hz-Display.

Für Filme oder stromsparendere Nutzung können niedrigere Bildraten verwendet werden.

1.600 Nits wahrgenommene Helligkeit

Die Pro 2 erreicht laut VITURE eine wahrgenommene Spitzenhelligkeit von bis zu 1.600 Nits.

Damit ist sie auf dem Papier sogar heller als verschiedene höher positionierte VITURE-Modelle.

Bei XR-Brillen ist die Angabe allerdings anders zu verstehen als bei einem Fernseher oder Smartphone.

Entscheidend ist, wie viel Licht letztlich nach der gesamten Optik am Auge ankommt und wie stark die reale Umgebung sichtbar bleibt.

Die hohe Helligkeit sorgt vor allem dafür, dass der virtuelle Bildschirm auch in helleren Umgebungen kräftig und kontrastreich bleibt.

Neun Helligkeitsstufen

Die Helligkeit lässt sich über neun Stufen regeln.

Dadurch muss die Brille nicht ständig mit maximaler Leuchtkraft betrieben werden.

In dunklen Räumen ist eine geringere Helligkeit meist angenehmer.

In hellen Umgebungen kann dagegen eine höhere Stufe notwendig sein, damit sich der virtuelle Bildschirm ausreichend vom Hintergrund abhebt.

Kontrast von mindestens 100.000:1

VITURE gibt ein Kontrastverhältnis von mindestens 100.000:1 an.

Die Micro-OLED-Panels können einzelne Pixel stark abdunkeln und dadurch deutlich tiefere Schwarztöne erzeugen als typische LCD-Displays.

Das ist besonders bei Filmen und Games mit dunklen Szenen sichtbar.

Der tatsächlich wahrgenommene Kontrast hängt bei einer Display-Brille allerdings auch vom Umgebungslicht ab.

Die Pro 2 verwendet deshalb eine stark abgedunkelte Frontoptik und wird zusätzlich mit einer vollständigen Lichtblende ausgeliefert.

Feste Tönung statt Elektrochromie

Ein wichtiger Unterschied zur früheren VITURE Pro und verschiedenen anderen VITURE-Modellen ist die Fronttönung.

Die Pro 2 verwendet keine mehrstufige elektrochrome Abdunklung.

Die optische Lichtdurchlässigkeit liegt bei ungefähr 5 Prozent.

Damit ist die Brille grundsätzlich relativ dunkel getönt.

Das verbessert den Kontrast des virtuellen Bildes und reduziert gleichzeitig Komplexität, Gewicht und Gehäusedicke.

Wer die reale Umgebung besonders deutlich sehen möchte, erhält dadurch allerdings weniger Flexibilität als bei einem elektrochromen Modell.

Lichtblende im Lieferumfang

Für maximale Abschirmung liefert VITURE eine Lens Shade direkt mit.

Sie wird vor der Brille befestigt und blockiert zusätzliches Umgebungslicht.

Dadurch kann das virtuelle Bild stärker wie ein vollständig abgeschirmter Bildschirm wirken.

Das ist beispielsweise bei Filmen oder Spielen sinnvoll, wenn die reale Umgebung nicht benötigt wird.

VITURE bietet unterschiedliche Designs der Abdeckung an; je nach Paket wird eine Variante beigelegt.

108 Prozent sRGB

Die Pro 2 deckt laut Hersteller ungefähr 108 Prozent des sRGB-Farbraums ab.

Damit können kräftige Farben dargestellt werden, die für typische Spiele, Videos und Computeranwendungen mehr als ausreichend sind.

Zusätzlich stehen fünf Farbmodi zur Verfügung.

Dazu gehören unterschiedliche Profile für neutrale, kräftigere, filmorientierte, wärmere oder kühlere Darstellung.

So kann das Bild an Inhalt und persönliche Vorlieben angepasst werden.

0 bis -5,0 Dioptrien

Eine der wichtigsten Komfortfunktionen ist die integrierte Kurzsichtigkeitskorrektur von 0 bis -5,0 Dioptrien.

Für jedes Auge befindet sich ein eigener Einstellregler an der Brille.

Damit können viele kurzsichtige Nutzer die virtuelle Darstellung direkt scharfstellen, ohne ihre normale Brille darunter tragen oder spezielle Korrektionslinsen einsetzen zu müssen.

Das spart nicht nur Zubehör, sondern kann auch den Abstand zwischen Augen und Optik verbessern.

Beide Augen separat einstellbar

Die beiden Dioptrienregler arbeiten unabhängig voneinander.

Das ist wichtig, weil beide Augen nicht zwingend dieselbe Sehstärke besitzen.

Ein Nutzer könnte beispielsweise links -2,0 und rechts -3,5 Dioptrien benötigen.

Beide Seiten lassen sich entsprechend separat einstellen.

Bei Astigmatismus oder anderen komplexeren Sehfehlern reicht diese Funktion allerdings nicht aus.

Dafür stehen weiterhin spezielle Korrektionslösungen zur Verfügung.

SGS Eye Care

Die VITURE Pro 2 ist SGS Eye Care zertifiziert.

VITURE nennt dabei unter anderem:

  • reduzierte Blaulichtbelastung
  • flimmerfreie Darstellung
  • geringe visuelle Ermüdung

Das macht die Brille nicht automatisch für unbegrenzt lange Nutzung geeignet.

Die Zertifizierung zeigt aber, dass die optische Konstruktion gezielt auf längere Bildschirmnutzung ausgelegt wurde.

VITURE empfiehlt selbst typischerweise Sessions von ungefähr drei bis vier Stunden.

Nur 63 Gramm

Eine der größten Verbesserungen gegenüber der vorherigen Generation ist das Gewicht.

Die VITURE Pro 2 wiegt lediglich 63 Gramm.

Damit ist sie rund 20 Prozent leichter als die ursprüngliche VITURE Pro.

Zum Vergleich: Viele XR-Display-Brillen bewegen sich zwischen ungefähr 75 und 90 Gramm, während klassische VR-Headsets häufig mehrere hundert Gramm wiegen.

Gerade bei längeren Filmen oder Gaming-Sessions macht jedes zusätzliche Gramm einen Unterschied.

16 Prozent dünner

Gleichzeitig ist die Pro 2 laut VITURE ungefähr 16 Prozent dünner als die vorherige Pro.

Damit nähert sich die Bauform stärker einer normalen Brille an.

Natürlich bleibt die Front aufgrund der Micro-OLED- und Birdbath-Technik sichtbar größer als bei einer normalen Sonnenbrille.

Für eine leistungsfähige XR-Display-Brille ist das Gehäuse aber vergleichsweise kompakt.

Sieben mögliche Nasenpad-Höhen

VITURE legt besonderen Wert auf die Anpassung der Brille.

Die Nasenpads können in insgesamt sieben Höhenpositionen verwendet werden.

Dadurch lässt sich beeinflussen, wie hoch oder tief die Brille vor den Augen sitzt.

Bei einer XR-Brille ist das entscheidend.

Nur wenn die Pupillen korrekt vor der Optik positioniert sind, ist das gesamte virtuelle Bild vollständig und möglichst gleichmäßig scharf sichtbar.

Mehrere Nasenpad-Größen

Zum Lieferumfang gehören unterschiedliche Nasenpad-Varianten.

Zusammen mit den verschiedenen Höhenpositionen lässt sich die Position der Brille relativ fein anpassen.

Gerade die Randschärfe kann stark davon abhängen, ob die Optik wenige Millimeter zu hoch oder zu niedrig sitzt.

Es lohnt sich deshalb, bei der ersten Einrichtung nicht automatisch das vormontierte Nasenpad zu verwenden.

Dreistufig verstellbare Bügel

Auch die Brillenbügel lassen sich in drei Positionen anpassen.

Damit kann der Winkel der gesamten Optik verändert werden.

Das hilft, den virtuellen Bildschirm vertikal korrekt vor den Augen auszurichten.

Zusammen mit den Nasenpads entsteht dadurch ein wesentlich größerer Einstellbereich als bei einer vollständig starren Brillenform.

IPD von ungefähr 56,5 bis 71,5 Millimetern

Die Optik ist für einen Pupillenabstand von ungefähr 56,5 bis 71,5 Millimetern vorgesehen.

Damit deckt die Pro 2 einen relativ großen Bereich typischer IPD-Werte ab.

Eine mechanische Verschiebung der Displays wie bei vielen VR-Headsets gibt es allerdings nicht.

Wer einen besonders kleinen oder großen Pupillenabstand besitzt, sollte deshalb prüfen, ob die Optik vollständig in den persönlichen Sweet Spot passt.

Trageerkennung

Eine integrierte Wear Detection erkennt, wenn die Brille auf- oder abgesetzt wird.

Die Anzeige kann darauf automatisch reagieren.

Dadurch muss der Bildschirm nicht manuell ausgeschaltet werden, wenn die Brille kurz abgelegt wird.

Gleichzeitig wird unnötiger Stromverbrauch des angeschlossenen Geräts reduziert.

Richtlautsprecher

In den Bügeln befinden sich integrierte gerichtete Lautsprecher.

Der Ton wird gezielt in Richtung der Ohren abgestrahlt.

Dadurch können Filme und Spiele ohne zusätzliche Kopfhörer genutzt werden.

Da die Lautsprecher offen arbeiten, bleiben Umgebungsgeräusche weiterhin wahrnehmbar.

Das ist beispielsweise unterwegs praktisch, wenn Durchsagen oder andere Personen weiterhin gehört werden sollen.

Spatial Sound

Die integrierten Lautsprecher unterstützen Spatial Sound.

Dadurch wirkt die Wiedergabe breiter und räumlicher.

Besonders Filme und Spiele profitieren davon, wenn Ton nicht ausschließlich wie aus zwei kleinen Lautsprechern direkt neben dem Kopf wirkt.

VITURE hat bei der Pro 2 allerdings einen anderen Audioansatz als bei Luma Pro, Luma Ultra oder Beast gewählt.

Statt HARMAN AudioEFX nennt der Hersteller bei der Pro 2 ein AAC-Audiosystem.

Reduzierte Schallabstrahlung

VITURE versucht zusätzlich, die nach außen hörbare Lautstärke zu reduzieren.

Der Hersteller nennt bei einem Abstand von rund 20 Zentimetern eine Schallabstrahlung von ungefähr 30 dB.

Vollständig privat ist offenes Audio trotzdem nicht.

In einer besonders ruhigen Umgebung können Personen direkt neben dir Teile der Wiedergabe wahrnehmen.

Für vertrauliche Inhalte bleiben Kopfhörer oder In-Ears die bessere Lösung.

Neun Lautstärkestufen

Die Lautstärke kann direkt an der Brille in neun Stufen eingestellt werden.

Damit muss nicht jedes Mal das angeschlossene Smartphone, Notebook oder Gaming-Handheld bedient werden.

3DoF über SpaceWalker

Die VITURE Pro 2 besitzt eine 6-Achsen-IMU und ein Magnetometer.

Damit kann sie Kopfrotationen erfassen.

Über VITUREs SpaceWalker-Software steht dadurch 3DoF-Tracking zur Verfügung.

3DoF bedeutet, dass Drehbewegungen des Kopfes erkannt werden:

  • nach links und rechts
  • nach oben und unten
  • seitliches Neigen

Dadurch kann der virtuelle Bildschirm räumlich stabilisiert werden.

Kein natives 6DoF

Die Pro 2 besitzt keine Kameras und kann deshalb keine vollständige Position im Raum erfassen.

Bewegst du den gesamten Kopf nach vorne oder zur Seite, wird diese Bewegung nicht wie bei einem 6DoF-System räumlich rekonstruiert.

Für virtuelle Monitore reicht 3DoF häufig aus.

Wer dagegen echte Spatial-Computing-Anwendungen, Handtracking oder räumlich verankerte Objekte benötigt, findet mit der VITURE Luma Ultra ein technisch deutlich weitergehendes Modell.

SpaceWalker

Die kostenlose SpaceWalker-App erweitert die Funktionen der Pro 2.

Sie steht für verschiedene Plattformen wie Windows, macOS, Android und iOS zur Verfügung.

Abhängig von Gerät und Zubehör ermöglicht SpaceWalker unter anderem:

  • 3DoF
  • mehrere virtuelle Bildschirme
  • UltraWide-Darstellung
  • virtuelle Bildschirmpositionierung
  • Immersive 3D
  • Spatial Video
  • VR-Video
  • Browser- und Produktivitätsfunktionen

Die Pro 2 bleibt dadurch nicht auf einfache Bildschirmspiegelung beschränkt.

Mehrere virtuelle Monitore

Besonders interessant ist SpaceWalker für Notebook-Nutzer.

Auf unterstützten Desktop-Systemen können mehrere virtuelle Displays erzeugt werden.

Dadurch lässt sich unterwegs eine wesentlich größere Arbeitsfläche nutzen als nur das integrierte Notebook-Display.

Browser, Textverarbeitung und Kommunikation können beispielsweise auf getrennten virtuellen Bildschirmen geöffnet werden.

Das ersetzt nicht in jeder Situation einen ergonomischen Desktop-Arbeitsplatz, kann auf Reisen aber ausgesprochen praktisch sein.

Immersive 3D

VITURE unterstützt außerdem Immersive 3D.

Dabei können normale zweidimensionale Inhalte softwareseitig analysiert und in eine stereoskopische Darstellung umgewandelt werden.

Für das linke und rechte Auge werden leicht unterschiedliche Perspektiven erzeugt.

Dadurch entsteht ein räumlicher Eindruck.

Die Qualität hängt stark vom jeweiligen Inhalt ab und entspricht nicht immer nativ produzierten 3D-Aufnahmen.

Native 3D-Wiedergabe

Die Pro 2 unterstützt auch native Side-by-Side-3D-Inhalte.

Die kombinierte Auflösung kann dabei bis zu 3.840 × 1.080 Pixel betragen.

Da jedes Auge ohnehin ein eigenes Micro-OLED-Panel besitzt, eignet sich die Brille sehr gut für stereoskopische Wiedergabe.

Ein zusätzliches aktives oder passives 3D-Brillensystem ist nicht notwendig.

Spatial Video

Auch räumliche Videos, beispielsweise von kompatiblen iPhones, lassen sich innerhalb des VITURE-Ökosystems wiedergeben.

Je nach Smartphone und Betriebssystem können dafür SpaceWalker und zusätzliches Zubehör erforderlich sein.

Direkte USB-C-Verbindung

Die Pro 2 wird über USB-C mit DisplayPort Alt Mode angeschlossen.

Über dasselbe Kabel erhält sie das Videosignal und die notwendige Stromversorgung.

Ein eigener Akku ist deshalb nicht notwendig.

Die Brille muss nicht separat geladen werden.

Der Nachteil: Das angeschlossene Gerät verbraucht während der Nutzung etwas mehr Energie.

Kein eigener Akku

Der Verzicht auf einen integrierten Akku ist einer der Gründe für das geringe Gewicht von 63 Gramm.

Bei einem Gaming-Handheld oder Smartphone wird die Energie direkt vom Quellgerät bereitgestellt.

Für längere Sessions bietet VITURE Adapter an, über die gleichzeitig ein Ladegerät angeschlossen werden kann.

Gaming-Handhelds als idealer Einsatzbereich

Die Pro 2 eignet sich besonders gut für Gaming-Handhelds.

Steam Deck, ROG Ally, Legion Go und vergleichbare Geräte besitzen bereits Prozessor, Spielebibliothek, Akku und Controller.

Die einzige große Einschränkung ist häufig der relativ kleine Bildschirm.

Genau diesen ersetzt die Pro 2 durch eine virtuelle 146-Zoll-Anzeige.

Steam Deck

Ein Steam Deck oder Steam Deck OLED kann direkt über USB-C angeschlossen werden.

Die Brille funktioniert dann wie ein externer Bildschirm.

Das Handheld kann bequem auf dem Schoß gehalten werden, während der Blick geradeaus gerichtet bleibt.

Das kann ergonomisch angenehmer sein als über längere Zeit nach unten auf das integrierte Display zu schauen.

ROG Ally und Lenovo Legion Go

Auch ROG Ally, ROG Ally X und Lenovo Legion Go können die Pro 2 direkt über USB-C ansteuern.

Gerade leistungsfähigere Windows-Handhelds können die 120-Hz-Darstellung bei weniger anspruchsvollen Spielen gut ausnutzen.

Nintendo Switch und Switch 2

Nintendo Switch und Nintendo Switch 2 benötigen je nach Setup zusätzliches Docking-Zubehör.

VITURE bietet dafür unter anderem das Mobile Dock Mini und andere Mobile-Dock-Lösungen an.

Damit kann das HDMI- beziehungsweise Konsolensignal an die XR-Brille weitergereicht werden.

Mobile Dock Mini

Parallel zur Pro 2 hat VITURE das besonders kompakte Mobile Dock Mini vorgestellt.

Es ist vor allem für Switch und Switch 2 gedacht und soll ein möglichst kleines mobiles Gaming-Setup ermöglichen.

Die Kombination aus Pro 2 und Mobile Dock Mini gehört zu den zentralen Angeboten der VITURE Anniversary Collection.

Smartphone

Smartphones mit DisplayPort-Ausgabe über USB-C können direkt mit der Brille verbunden werden.

Filme, Streamingdienste, Spiele und andere Inhalte erscheinen dann auf dem virtuellen Bildschirm.

Nicht jedes Smartphone mit USB-C unterstützt allerdings Videoausgabe.

Vor dem Kauf sollte deshalb geprüft werden, ob das jeweilige Gerät DisplayPort Alt Mode unterstützt.

iPhone

Neuere iPhones mit USB-C können ebenfalls mit der Pro 2 genutzt werden.

Für zusätzliche SpaceWalker-Funktionen bietet VITURE den USB-C XR Charging Adapter Ultra an.

Damit lassen sich abhängig vom Gerät zusätzliche Funktionen wie Multi-Screen, 3DoF, Immersive 3D oder Spatial Video nutzen und das Smartphone gleichzeitig laden.

Notebook und MacBook

Auch Notebooks und MacBooks mit kompatibler USB-C- oder Thunderbolt-Ausgabe funktionieren als Bildquelle.

Die Pro 2 verhält sich dabei zunächst wie ein externer Monitor.

Mit SpaceWalker können zusätzliche virtuelle Displays und räumliche Funktionen aktiviert werden.

Gerade unterwegs gehört dies neben Gaming zu den interessantesten Einsatzbereichen.

Privater Bildschirm

Eine XR-Display-Brille besitzt einen zusätzlichen Vorteil: Andere Personen können den dargestellten Inhalt kaum sehen.

Im Zug oder Flugzeug lassen sich deshalb Filme, Dokumente oder andere Inhalte wesentlich privater betrachten als auf einem Notebook.

VITURE legt bei der Pro 2 zusätzlich Wert darauf, dass möglichst wenig sichtbares Bild durch die Frontgläser nach außen dringt.

Für Reisen entwickelt

Das geringe Gewicht von 63 Gramm gehört zu den wichtigsten Eigenschaften der Pro 2.

Ein klassisches VR-Headset wäre für die reine Filmwiedergabe unterwegs unnötig groß und schwer.

Die Pro 2 lässt sich dagegen zusammenklappen und in einem kleinen Etui transportieren.

Damit passt sie problemlos in Rucksack oder Handgepäck.

Pro 2 gegenüber VITURE Pro

Die neue Generation verbessert das Grundkonzept der ursprünglichen VITURE Pro in mehreren Bereichen.

Die Pro 2 bietet unter anderem:

63 statt 77 Gramm Gewicht

50 statt 46 Grad Sichtfeld

1.600 statt 1.000 Nits wahrgenommene Helligkeit

UltraClarity 3.0

schlankeres Gehäuse

verbesserte Anpassungsmöglichkeiten

Die Auflösung bleibt dagegen bei 1.920 × 1.080 Pixeln pro Auge und auch 120 Hz waren bereits beim Vorgänger verfügbar.

Ein wichtiger Unterschied ist außerdem die Frontabdunklung. Während die ursprüngliche Pro elektrochrome Gläser besaß, setzt die Pro 2 auf eine feste Tönung und die mitgelieferte Lichtblende.

Pro 2 gegenüber VITURE Luma

Die normale VITURE Luma besitzt mit 1.920 × 1.200 Pixeln pro Auge eine höhere vertikale Auflösung.

Auch ihr virtueller Bildschirm ist mit ungefähr 146 Zoll ähnlich groß.

Die Pro 2 ist dagegen mit 63 Gramm erheblich leichter und mit bis zu 1.600 Nits heller.

Bei der integrierten Kurzsichtigkeitskorrektur liegt die Luma mit bis zu -6,0 Dioptrien etwas vorne, während die Pro 2 bis -5,0 Dioptrien reicht.

Die Pro 2 richtet sich dadurch stärker an Nutzer, die möglichst wenig Gewicht und hohe Helligkeit priorisieren.

Pro 2 gegenüber Luma Pro

Die Luma Pro bietet 1.200p, ein etwas größeres 52-Grad-Sichtfeld und eine umfangreichere Premiumausstattung.

Die Pro 2 bleibt mit 63 Gramm jedoch leichter und preislich deutlich darunter.

Gerade für Gaming und Filmwiedergabe ist die Frage deshalb, ob die zusätzliche Auflösung wichtiger ist oder möglichst niedriges Gewicht und ein günstigerer Einstiegspreis.

Pro 2 gegenüber Luma Ultra

Die Luma Ultra gehört zu einer anderen Geräteklasse.

RGB- und Tiefenkameras ermöglichen dort 6DoF und Handtracking.

Die Pro 2 besitzt keine Kameras.

Für klassische virtuelle Displays werden diese Sensoren allerdings nicht benötigt.

Wer hauptsächlich Steam Deck, Filme und Notebook-Inhalte auf einer großen Leinwand sehen möchte, kann deshalb mit der einfacheren Pro 2 ausreichend bedient sein.

Pro 2 gegenüber VITURE Beast

Die VITURE Beast ist das deutlich größere Premium-Modell.

Sie bietet ein 58-Grad-Sichtfeld, bis zu 1.200p, hardwareseitiges 3DoF und einen virtuellen Bildschirm von ungefähr 174 Zoll.

Die Pro 2 ist dagegen wesentlich leichter und günstiger.

Außerdem besitzt sie eine integrierte Dioptrienkorrektur, die bei der Beast fehlt.

Damit verfolgen beide Geräte unterschiedliche Prioritäten.

Beast steht für maximale virtuelle Bildschirmgröße und zusätzliche Funktionen, Pro 2 für Mobilität, Komfort und Preis-Leistung.

Kein vollständiges VR-Headset

Die VITURE Pro 2 sollte nicht mit Meta Quest, Steam Frame oder anderen VR-Headsets verwechselt werden.

Sie besitzt keine Controller, keine Kameras zur Raumerfassung und kein vollständiges 6DoF.

Das virtuelle Bild deckt auch nicht das gesamte Sichtfeld ab.

Die Pro 2 ist vielmehr ein tragbarer persönlicher Monitor in Brillenform.

Genau dadurch kann sie wesentlich kleiner und leichter bleiben.

Für wen eignet sich die VITURE Pro 2?

Die VITURE Pro 2 richtet sich besonders an mobile Gamer, Filmfans, Vielreisende und Nutzer, die einen möglichst leichten virtuellen Bildschirm suchen.

Gaming-Handhelds gehören zu den attraktivsten Partnern. Ein Steam Deck oder ROG Ally wird durch die Brille zu einem mobilen Gaming-System mit virtueller 146-Zoll-Anzeige.

Für Filme bietet die Kombination aus Micro-OLED, hohem Kontrast, 1.600 Nits und Lichtblende ein kompaktes persönliches Kino.

Notebook-Nutzer können SpaceWalker für mehrere virtuelle Displays und 3DoF verwenden.

Besonders interessant ist das Modell für kurzsichtige Nutzer, weil bis zu -5,0 Dioptrien direkt an der Brille ausgeglichen werden können.

Wer dagegen 6DoF, Handtracking, Kameras oder maximale Auflösung sucht, findet bei Luma Ultra beziehungsweise Beast leistungsfähigere Alternativen.

Die große Stärke der Pro 2 liegt an anderer Stelle: Sie reduziert das klassische XR-Display-Konzept auf das Wesentliche und kombiniert einen großen, hellen Bildschirm mit nur 63 Gramm Gewicht.

Technische Daten der VITURE Pro 2

Produkttyp: XR-/Display-Brille
Hersteller: VITURE
Marktstart: 2026

Display

Displaytechnik: Sony Micro-OLED
Auflösung pro Auge: 1.920 × 1.080 Pixel
Kombinierte Auflösung: bis 3.840 × 1.080 Pixel
Virtuelle Bildschirmgröße: ca. 146 Zoll
Sichtfeld: 50°
Pixeldichte: ca. 43 PPD
Bildwiederholrate: 60 / 90 / 120 Hz
Wahrgenommene Spitzenhelligkeit: bis 1.600 Nits
Helligkeitsstufen: 9
Kontrast: mindestens 100.000:1
Farbraum: 108 % sRGB
Farbmodi: 5
3D: unterstützt

Optik

Optiksystem: UltraClarity 3.0 Birdbath
Kurzsichtigkeitskorrektur: 0 bis -5,0 dpt
Korrektur pro Auge: separat
IPD: ungefähr 56,5–71,5 mm
SGS Eye Care: zertifiziert
Lichtdurchlässigkeit: ca. 5 %
Haze: unter 0,1 %
Elektrochrome Tönung: nein
Abnehmbare Lichtblende: ja

Tracking

IMU: 6-Achsen
Magnetometer: integriert
3DoF: über SpaceWalker
6DoF: nein
Frontkameras: nein
Handtracking: nein

Audio

Audiosystem: AAC
Lautsprecher: integriert
Spatial Sound: unterstützt
Grundfrequenz: ca. 250 Hz ± 40
Lautstärkestufen: 9
Gerichtete Audioausgabe: ja

Verbindung

Anschluss: USB-C
Video: DisplayPort Alt Mode
Eigener Akku: nein
Stromversorgung: über das angeschlossene Gerät
HDMI-Geräte: über kompatibles VITURE-Zubehör

Tragekomfort

Gewicht: ca. 63 g
Gewichtsreduktion gegenüber Pro: ca. 20 %
Dickenreduktion gegenüber Pro: ca. 16 %
Nasenpad-Anpassung: mehrere Größen und bis zu 7 Höhenpositionen
Bügel: dreistufig einstellbar
Trageerkennung: ja
Empfohlene Tragezeit: ca. 3–4 Stunden

Software

SpaceWalker: unterstützt
Windows: unterstützt
macOS: unterstützt
Android: unterstützt
iOS: unterstützt
3DoF: unterstützt
Multi-Screen: unterstützt
Immersive 3D: unterstützt
Spatial Video: unterstützt
VR-Video: unterstützt

Lieferumfang

Zum regulären Lieferumfang gehören:

  • VITURE Pro 2 XR-Brille
  • USB-C-Verbindungskabel
  • unterschiedliche Nasenpads
  • Lichtblende
  • Transportetui
  • Reinigungstuch
  • Kurzanleitung
  • Sicherheitshinweise

Die wichtigsten Besonderheiten

63 Gramm: Rund 20 Prozent leichter als die vorherige VITURE Pro.

UltraClarity 3.0: Überarbeitete Birdbath-Optik mit Fokus auf bessere Randschärfe.

Sony Micro-OLED: 1.920 × 1.080 Pixel pro Auge mit hohem Kontrast.

146 Zoll: Großer virtueller Bildschirm für Gaming, Filme und Produktivität.

50 Grad Sichtfeld: Größer als beim vorherigen Pro-Modell.

Bis zu 1.600 Nits: Sehr hohe wahrgenommene Helligkeit für eine kompakte Display-Brille.

120 Hz: Flüssige Darstellung für Gaming und Desktop-Anwendungen.

Bis -5,0 Dioptrien: Integrierte Kurzsichtigkeitskorrektur für beide Augen separat.

3DoF: Kopfrotationen können über SpaceWalker verfolgt werden.

SpaceWalker: Multi-Screen, 3D, Spatial Video und weitere virtuelle Bildschirmfunktionen.

SGS Eye Care: Zertifiziert für niedrige Blaulichtbelastung, flimmerfreie Darstellung und reduzierten visuellen Stress.

Lichtblende inklusive: Vollständige Abschirmung der Umgebung für Filme und Gaming möglich.

Die VITURE Pro 2 verfolgt damit einen bemerkenswert klaren Ansatz. Statt immer mehr Sensoren, Kameras und Spatial-Computing-Funktionen in die Brille zu integrieren, investiert VITURE vor allem in Optik, Helligkeit, Gewicht und Tragekomfort. Mit nur 63 Gramm, 1.600 Nits, 120 Hz und integrierter Dioptrienkorrektur wird sie besonders für Nutzer interessant, die einen großen privaten Bildschirm für Gaming und Entertainment suchen, ohne dafür ein schweres XR-Headset tragen zu wollen.