Die VITURE Luma ist eine kompakte XR-Display-Brille für Filme, Gaming, Streaming und mobiles Arbeiten, die einen großen virtuellen Bildschirm direkt vor den Augen erzeugt. Sie bildet den Einstieg in VITUREs Luma-Serie und konzentriert sich auf die für eine Display-Brille wichtigsten Funktionen: hochauflösende Sony-Micro-OLED-Panels, bis zu 120 Hz, eine hohe Helligkeit, elektrochrome Gläser und eine besonders weitreichende integrierte Kurzsichtigkeitskorrektur. Auf Kameras, Handtracking und das native 6DoF-Spatial-Computing der höher positionierten Luma Ultra verzichtet das Basismodell bewusst.
Mit 1.920 × 1.200 Pixeln pro Auge, einem virtuellen Bildschirm von rund 146 Zoll, einem Sichtfeld von 50 Grad und bis zu 1.000 Nits wahrgenommener Helligkeit eignet sich die Luma sowohl als persönliches Kino als auch als externer Monitor für Smartphone, Notebook oder Gaming-Handheld. Die Verbindung erfolgt unkompliziert über USB-C. Ein eigener Akku ist nicht notwendig, da die Brille direkt vom angeschlossenen Gerät mit Strom versorgt wird.
Besonders interessant ist die Luma für kurzsichtige Nutzer: Über integrierte Einstellräder lässt sich eine Kurzsichtigkeit von bis zu -6,0 Dioptrien ausgleichen. Damit besitzt sie innerhalb der Luma-Familie einen besonders großen Korrekturbereich und kann für viele Nutzer ohne zusätzliche Korrektionsgläser verwendet werden.
Virtueller Bildschirm mit 146 Zoll
Die VITURE Luma erzeugt einen virtuellen Bildschirm mit einer wahrgenommenen Größe von ungefähr 146 Zoll aus vier Metern Entfernung.
Damit verwandelt sie ein Smartphone, Notebook oder Gaming-Handheld in einen persönlichen Großbildschirm, ohne dass tatsächlich ein Fernseher oder Projektor vorhanden sein muss.
Gerade unterwegs ist dieses Konzept interessant. Ein Film kann im Zug oder Flugzeug auf einer virtuellen Leinwand betrachtet werden, während ein Gaming-Handheld nicht mehr auf seinem kleinen integrierten Display verwendet werden muss.
Auch zu Hause kann die Luma als persönlicher Bildschirm dienen, wenn der Fernseher anderweitig genutzt wird oder kein großer Monitor vorhanden ist.
Sony Micro-OLED mit 1.200p
Im Inneren arbeiten aktuelle Sony-Micro-OLED-Panels.
Die Auflösung beträgt bis zu 1.920 × 1.200 Pixel pro Auge. Zusammengenommen spricht VITURE von einer Darstellungsfläche mit bis zu 3.840 × 1.200 Pixeln.
Die zusätzliche vertikale Auflösung gegenüber klassischen Full-HD-Brillen mit 1.920 × 1.080 Pixeln macht sich insbesondere bei Texten und Computeroberflächen bemerkbar. Webseiten, Dokumente, Menüs und kleinere Schrift können dadurch detaillierter dargestellt werden.
VITURE bezeichnet die Darstellung marketingseitig als „4K-like“. Technisch handelt es sich jedoch nicht um eine native 4K-Auflösung pro Auge. Entscheidend ist vielmehr, dass die kleinen Micro-OLED-Panels eine hohe Pixeldichte direkt vor den Augen erreichen.
Schärfer als frühere VITURE-Generation
Die Luma-Serie stellt bei der Bildschärfe einen deutlichen Schritt gegenüber früheren VITURE-Modellen dar.
Die Erhöhung von 1.080 auf 1.200 vertikale Pixel klingt auf dem Papier zunächst überschaubar, ist bei einer Display-Brille aber durchaus relevant. Gerade feine Schrift, Benutzeroberflächen und kleine Details profitieren davon.
Das macht die Luma nicht nur für Filme und Spiele interessant, sondern auch für produktive Anwendungen.
Wer beispielsweise E-Mails bearbeitet, Webseiten öffnet oder einen Code-Editor auf dem virtuellen Bildschirm verwendet, profitiert stärker von zusätzlicher Schärfe als bei reiner Videowiedergabe.
50 Grad Sichtfeld
Das Sichtfeld beträgt 50 Grad.
Damit fällt die virtuelle Darstellung größer aus als bei vielen älteren Consumer-Display-Brillen und nimmt einen deutlich sichtbaren Teil des zentralen Blickfeldes ein.
Ein größeres Sichtfeld erhöht insbesondere bei Filmen und Spielen die Immersion. Das Bild wirkt weniger wie ein kleiner Monitor in der Ferne und stärker wie eine große Leinwand.
Gleichzeitig bleibt das Sichtfeld wesentlich kleiner als bei einem klassischen VR-Headset. Die Luma möchte die reale Umgebung nicht vollständig durch eine virtuelle Welt ersetzen, sondern einen persönlichen Bildschirm in das Sichtfeld bringen.
Bis zu 120 Hz
Die VITURE Luma unterstützt eine Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz.
Damit können Bewegungen wesentlich flüssiger erscheinen als auf einem klassischen 60-Hz-Display.
Das ist insbesondere beim Gaming interessant. Schnelle Kamerabewegungen, Rennspiele, Actiontitel und andere Inhalte mit hohen Bildraten profitieren von der höheren Aktualisierungsrate.
Aber auch bei normaler Computernutzung können 120 Hz einen sichtbaren Unterschied machen. Mausbewegungen, Animationen und das Scrollen durch Webseiten wirken direkter und ruhiger.
Voraussetzung ist, dass das angeschlossene Gerät die entsprechende Auflösung und Bildwiederholrate ausgeben kann.
Bis zu 1.000 Nits
Die maximale wahrgenommene Helligkeit beträgt 1.000 Nits.
Das ist bei einer transparenten Display-Brille besonders wichtig, weil hinter dem virtuellen Bild weiterhin Teile der realen Umgebung sichtbar sein können.
Je heller die Umgebung ist, desto stärker muss sich die virtuelle Darstellung gegenüber dem Hintergrund behaupten.
Für einen Film in einem dunklen Zimmer wird die maximale Helligkeit nicht benötigt. In helleren Räumen oder unterwegs kann die zusätzliche Lichtleistung dagegen die Lesbarkeit und Bildwirkung verbessern.
Neun Helligkeitsstufen
Die Displayhelligkeit lässt sich über neun Stufen einstellen.
Dadurch kann die Darstellung an unterschiedliche Umgebungen und persönliche Vorlieben angepasst werden.
Eine niedrigere Helligkeit kann beispielsweise in einem dunklen Raum angenehmer sein, während höhere Stufen in hellen Umgebungen sinnvoll sind.
Gerade bei längeren Sitzungen ist eine individuell passende Helligkeit wichtiger als grundsätzlich immer mit maximaler Leuchtstärke zu arbeiten.
Kontrast von mindestens 100.000:1
VITURE gibt ein Kontrastverhältnis von mindestens 100.000:1 an.
Die Micro-OLED-Technik kann dunkle Bildbereiche sehr stark abdunkeln, da jeder Bildpunkt sein eigenes Licht erzeugt.
Filme mit vielen dunklen Szenen, Spiele und kontrastreiche Benutzeroberflächen profitieren davon besonders.
Die tatsächlich wahrgenommene Schwarzdarstellung hängt bei einer XR-Brille allerdings auch davon ab, wie viel Umgebungslicht noch durch die Brillengläser sichtbar ist.
Genau dafür besitzt die Luma zusätzlich eine elektrochrome Abdunklung.
Elektrochrome Gläser
Die elektrochrome Folie gehört zu den wichtigsten Funktionen der VITURE Luma.
Auf Knopfdruck können die Gläser deutlich abgedunkelt werden. Dadurch wird die reale Umgebung hinter dem virtuellen Bildschirm weniger sichtbar und die Darstellung wirkt kontrastreicher.
Für Filme oder Gaming entsteht dadurch ein wesentlich stärker abgeschirmtes Erlebnis.
Wird die Umgebung wieder benötigt, kann die Tönung zurückgeschaltet werden.
Der Nutzer muss deshalb nicht jedes Mal eine zusätzliche physische Lichtblende an der Brille befestigen.
Zwischen 0,5 und 40 Prozent Lichtdurchlässigkeit
Die Lichtdurchlässigkeit des elektrochromen Systems liegt ungefähr zwischen 0,5 und 40 Prozent.
Bei der stärksten Tönung wird der überwiegende Teil des Umgebungslichts blockiert.
Das virtuelle Display kann dadurch fast wie ein persönlicher Fernseher vor einem dunklen Hintergrund erscheinen.
Bei höherer Transparenz bleibt dagegen deutlich mehr von der realen Umgebung sichtbar.
Diese Flexibilität ist beispielsweise praktisch, wenn zwischen konzentriertem Filmgenuss und normaler Nutzung am Schreibtisch gewechselt wird.
Umschalten in rund 0,1 Sekunden
Die elektrochrome Folie benötigt laut VITURE nur ungefähr 0,1 Sekunden, um ihren Zustand zu verändern.
Der Wechsel zwischen transparentem und stark abgedunkeltem Hintergrund erfolgt deshalb nahezu unmittelbar.
Das macht die Funktion alltagstauglicher als Systeme, bei denen eine zusätzliche Abdeckung erst physisch angebracht oder entfernt werden muss.
108 Prozent sRGB
Die Luma deckt ungefähr 108 Prozent des sRGB-Farbraums ab.
Damit kann das Micro-OLED-System einen großen Bereich der Farben darstellen, die für normale Computeranwendungen, Webseiten, Spiele und Videoinhalte verwendet werden.
VITURE bietet zusätzlich mehrere Farbprofile beziehungsweise fünf Farbmodi, über die sich die Darstellung an unterschiedliche Inhalte anpassen lässt.
Für professionelle Farbkorrektur ersetzt die Brille dennoch keinen kalibrierten Referenzmonitor. Ihr Schwerpunkt liegt klar auf Entertainment, Gaming und allgemeiner Computernutzung.
Integrierte Kurzsichtigkeitskorrektur bis -6,0 Dioptrien
Eine der größten Besonderheiten der VITURE Luma ist die integrierte Myopie-Korrektur von bis zu -6,0 Dioptrien.
Für jedes Auge steht eine eigene Einstellung zur Verfügung.
Viele kurzsichtige Nutzer benötigen deshalb weder ihre normale Brille noch spezielle Korrektionsgläser, wenn die eigene Sehstärke innerhalb dieses Bereiches liegt.
Innerhalb der aktuellen VITURE-Serie ist das besonders bemerkenswert, weil Luma Pro, Luma Ultra und Beast teilweise andere Lösungen beziehungsweise kleinere integrierte Einstellbereiche verwenden.
Für Nutzer mit Kurzsichtigkeit kann gerade die einfache optische Anpassung deshalb ein Grund sein, bewusst zur normalen Luma zu greifen.
Grenzen der Dioptrienkorrektur
Die integrierte Einstellung korrigiert in erster Linie Kurzsichtigkeit.
Andere Sehfehler wie starker Astigmatismus werden damit nicht automatisch ausgeglichen.
Auch Nutzer mit mehr als -6,0 Dioptrien benötigen weiterhin eine individuelle optische Lösung.
Vor dem Kauf ist deshalb sinnvoll zu wissen, welche Sehkorrektur tatsächlich benötigt wird. Eine klassische Brillenstärke besteht nicht immer nur aus einem einzelnen Dioptrienwert.
IPD von 56 bis 72 Millimeter
Die Luma ist für einen Pupillenabstand von ungefähr 56 bis 72 Millimetern ausgelegt.
IPD steht für Interpupillary Distance und beschreibt den Abstand zwischen den Mittelpunkten der Pupillen.
Bei einer XR-Brille ist dieser Wert besonders wichtig. Die Augen müssen innerhalb des optimalen Bereiches der Optik sitzen, damit das vollständige Bild möglichst gleichmäßig scharf sichtbar ist.
Mit 56 bis 72 Millimetern deckt die Luma einen relativ großen Bereich ab.
Nur 77 Gramm
Die VITURE Luma wiegt ungefähr 77 Gramm.
Damit bleibt sie wesentlich leichter als klassische VR- und Mixed-Reality-Headsets mit mehreren hundert Gramm Gewicht.
Gleichzeitig ist sie natürlich schwerer als eine normale Korrektions- oder Sonnenbrille.
Für Filme, Gaming oder mehrere Stunden Arbeit ist insbesondere die Gewichtsverteilung entscheidend. VITURE verwendet deshalb flexible Bügel und mehrere unterschiedliche Nasenpads.
Der Hersteller empfiehlt typischerweise Nutzungssitzungen von ungefähr drei bis vier Stunden.
Flexible Brillenbügel
Die Bügel sind bewusst flexibel konstruiert.
Dadurch sollen sie sich besser an unterschiedliche Kopfbreiten anpassen und weniger Druck auf die Schläfen ausüben.
Im Gegensatz zu einzelnen höherwertigen Luma-Modellen besitzt die normale Luma allerdings keine mehrstufige Neigungsverstellung der Bügel.
Die vertikale Position wird deshalb hauptsächlich über Nasenpads und den allgemeinen Sitz der Brille angepasst.
Drei austauschbare Nasenpads
Im Lieferumfang befinden sich drei unterschiedliche Nasenpads.
Damit lässt sich verändern, wie hoch beziehungsweise tief die Brille auf der Nase sitzt.
Bei einer normalen Brille ist dies hauptsächlich eine Komfortfrage. Bei einer XR-Brille beeinflusst die Position zusätzlich die Bildqualität.
Sitzen die Augen zu hoch oder zu niedrig vor der Optik, können Randbereiche des virtuellen Bildes abgeschnitten oder unscharf erscheinen.
Das richtige Nasenpad ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Einrichtung.
Trageerkennung
Die Luma besitzt eine integrierte Wear Detection.
Die Brille kann erkennen, ob sie gerade getragen wird.
Dadurch können Display und angeschlossene Software auf das Absetzen reagieren.
Das erhöht den Bedienkomfort und kann gleichzeitig verhindern, dass unnötig Energie vom angeschlossenen Smartphone oder Handheld verbraucht wird.
Direkter USB-C-Anschluss
Die normale Luma besitzt einen klassischen USB-C-Anschluss direkt an der Brille.
Das unterscheidet sie von mehreren höher positionierten Modellen der Luma-Serie, die auf VITUREs magnetische Verbindung setzen.
Der direkte USB-C-Port ist besonders unkompliziert: Ein kompatibles Smartphone, Notebook, Tablet oder Gaming-Handheld wird über ein USB-C-Kabel verbunden und liefert Bildsignal sowie Strom.
Ein zusätzliches Compute-Pack ist für die normale Bildschirmdarstellung nicht notwendig.
Kein eigener Akku
Die Luma besitzt keinen integrierten Akku.
Das hält Gewicht und Gehäuse vergleichsweise kompakt und bedeutet gleichzeitig, dass die Brille niemals separat geladen werden muss.
Sobald sie mit einem kompatiblen Gerät verbunden wird, erhält sie Strom über USB-C.
Der Nachteil liegt beim Energieverbrauch des Quellgerätes. Ein Smartphone oder Gaming-Handheld verliert bei angeschlossener Brille entsprechend schneller Akkukapazität.
Für längere Nutzung bietet VITURE entsprechendes Lade- und Docking-Zubehör an.
Smartphones als persönlicher Großbildschirm
Kompatible Smartphones mit USB-C-Displayausgabe können direkt mit der Luma verbunden werden.
Filme, Serien, YouTube, Spiele und andere Apps erscheinen anschließend auf dem virtuellen 146-Zoll-Bildschirm.
Gerade unterwegs ist das eine der praktischsten Anwendungen.
Statt auf ein vergleichsweise kleines Smartphone-Display zu schauen, kann eine große private Leinwand verwendet werden.
Andere Personen neben dir können den virtuellen Bildinhalt dabei nicht einfach wie bei einem normalen Bildschirm sehen.
Nicht jeder USB-C-Anschluss funktioniert
Ein wichtiger Punkt ist die Gerätekompatibilität.
Dass ein Smartphone oder Notebook USB-C besitzt, bedeutet nicht automatisch, dass es ein Videosignal über diesen Anschluss ausgeben kann.
Für eine direkte Verbindung wird eine kompatible DisplayPort-Ausgabe über USB-C benötigt.
Bei vielen hochwertigen Smartphones, Tablets, Gaming-Handhelds und Notebooks ist diese vorhanden. Bei günstigeren Android-Smartphones kann sie fehlen.
In solchen Fällen sind zusätzliche Adapter oder Streaming-Lösungen erforderlich.
Ideal für Gaming-Handhelds
Die VITURE Luma eignet sich besonders gut für Gaming-Handhelds.
Steam Deck, ROG Ally, Legion Go und vergleichbare Geräte besitzen meist eine passende USB-C-Videoausgabe.
Das Handheld bleibt dabei Computer und Controller, während die Brille das kleine integrierte Display durch eine deutlich größere virtuelle Leinwand ersetzt.
Gerade bei längeren Gaming-Sessions kann das zusätzlich ergonomisch interessant sein: Der Handheld muss nicht permanent so hoch gehalten werden, dass direkt auf sein Bildschirm geschaut werden kann.
Bis zu 120 Hz beim Gaming
Gaming gehört zu den Einsatzgebieten, bei denen sich die 120-Hz-Unterstützung besonders bemerkbar macht.
Schnelle Spiele können bei entsprechend hoher Framerate flüssiger dargestellt werden.
Natürlich muss auch das angeschlossene Gerät genügend Leistung liefern.
Ein Steam Deck erreicht beispielsweise nicht in jedem modernen Spiel dreistellige Frameraten. Bei älteren, weniger anspruchsvollen oder kompetitiven Titeln können höhere Bildraten dagegen problemlos sinnvoll sein.
Nintendo Switch und Switch 2
Auch Nintendo Switch und Nintendo Switch 2 können mit VITUREs XR-Ökosystem verwendet werden.
Je nach Konsole und gewünschtem Setup wird dafür entsprechendes Docking-Zubehör benötigt.
VITURE bietet unter anderem Mobile Docks an, die das Konsolensignal an die Brille weiterreichen und teilweise gleichzeitig zusätzliche Akkukapazität bereitstellen können.
Damit entsteht ein mobiles Konsolensetup mit virtuellem Großbildschirm.
PlayStation und Xbox
Auch klassische Konsolen wie PlayStation und Xbox lassen sich über entsprechendes HDMI- beziehungsweise Docking-Zubehör anbinden.
Die Luma funktioniert dann im Wesentlichen wie ein persönlicher Fernseher.
Das kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn der Fernseher von einer anderen Person verwendet wird oder kein Platz für einen großen Bildschirm vorhanden ist.
Notebook als virtueller Monitor
Ein Notebook mit kompatibler USB-C-Videoausgabe kann die Luma direkt als externen Bildschirm verwenden.
Ohne zusätzliche Software verhält sich die Brille grundsätzlich ähnlich wie ein normaler externer Monitor, der direkt vor den Augen erscheint.
Mit SpaceWalker erweitert VITURE dieses Konzept um zusätzliche Spatial- und Multi-Screen-Funktionen.
Dadurch eignet sich die Luma auch für mobiles Arbeiten.
SpaceWalker für virtuelle Arbeitsflächen
Die kostenlose SpaceWalker-Software ist ein wichtiger Bestandteil des VITURE-Ökosystems.
Auf Windows und macOS lassen sich virtuelle Displays erstellen und in unterschiedlichen Layouts anordnen.
Dadurch kann beispielsweise aus einem einzelnen Notebook ein Arbeitsplatz mit mehreren virtuellen Bildschirmflächen entstehen.
VITURE bietet sechs unterschiedliche Layouts für Multi-Screen-Anwendungen.
Damit muss unterwegs kein zweiter oder dritter physischer Monitor transportiert werden.
3DoF über SpaceWalker
Die normale VITURE Luma besitzt kein eigenständiges vollständiges Spatial-Tracking wie die Luma Ultra.
3DoF-Funktionen stehen jedoch über SpaceWalker und je nach Plattform über kompatibles VITURE-Zubehör zur Verfügung.
3DoF erkennt die Drehbewegung des Kopfes nach links und rechts, oben und unten sowie seitliches Neigen.
Dadurch kann eine virtuelle Arbeitsfläche räumlich stabilisiert beziehungsweise angeheftet werden.
Auf Windows und macOS wird diese Funktion über SpaceWalker bereitgestellt. Auf mobilen Plattformen können je nach Gerät zusätzliche Adapter wie der USB-C XR Charging Adapter Ultra, Adapter Pro oder Mobile Dock Mini notwendig sein.
3DoF ist nicht 6DoF
Die Luma sollte dabei nicht mit der Luma Ultra verwechselt werden.
3DoF verfolgt lediglich die Orientierung des Kopfes.
Bewegst du deinen gesamten Kopf einen Schritt nach vorne, hinten oder seitlich, wird diese Positionsänderung nicht wie bei einem vollständigen 6DoF-System räumlich erfasst.
Für virtuelle Monitore reicht 3DoF häufig aus.
Wer dagegen räumliche Anwendungen, Handgesten und vollständiges Positions-Tracking sucht, benötigt ein höher positioniertes Spatial-Computing-Modell wie die Luma Ultra.
Keine Kameras
Die normale VITURE Luma besitzt keine Frontkamera und keine RGB- oder Tiefenkameras.
Das ist eine bewusste Abgrenzung innerhalb der Produktreihe.
Die Luma soll in erster Linie ein hochwertiges Display sein und benötigt dafür weder Umgebungserkennung noch Computer Vision.
Dadurch wird die Konstruktion einfacher und leichter.
Wer Handtracking, räumliche Erfassung oder kamerabasierte Anwendungen sucht, findet diese Funktionen erst bei anderen Modellen.
Keine autonome Smartglass
Die Luma besitzt auch keinen eigenen Prozessor für eigenständige Apps.
Sie ist kein Smartphone-Ersatz und keine KI-Smartglass.
Ohne angeschlossenes Quellgerät kann sie keine Netflix-App, kein Spiel und keinen Browser selbstständig ausführen.
Das unterscheidet sie klar von autonomen AR-Brillen.
VITURE bietet allerdings zusätzliche Geräte wie den Pro Neckband und anderes Zubehör an, mit denen die Brille stärker zu einem eigenständigen Entertainment-System erweitert werden kann.
3D-Inhalte
Die Luma unterstützt stereoskopische 3D-Darstellung.
Da jedem Auge ein eigenes Micro-OLED-Panel zur Verfügung steht, können unterschiedliche Perspektiven dargestellt werden.
Dadurch entsteht ein echter räumlicher Tiefeneindruck.
Geeignete 3D-Videos und Side-by-Side-Inhalte können entsprechend wiedergegeben werden.
Immersive 3D mit SpaceWalker
SpaceWalker erweitert das System zusätzlich um Immersive 3D.
Je nach Plattform können herkömmliche 2D-Inhalte in Echtzeit analysiert und in eine simulierte stereoskopische Darstellung umgewandelt werden.
Dadurch lassen sich auch Inhalte räumlich darstellen, die ursprünglich nicht als 3D-Material produziert wurden.
Die Qualität einer solchen Konvertierung hängt allerdings stark vom Ausgangsmaterial ab.
Nativ stereoskopisch produzierte Inhalte bleiben technisch die hochwertigere Lösung.
Spatial Video
Auch Spatial Videos können innerhalb des VITURE-Ökosystems betrachtet werden.
Auf unterstützten Geräten können räumlich aufgenommene Videos über SpaceWalker wiedergegeben werden.
Das macht die Brille unter anderem für Besitzer kompatibler iPhones interessant, mit denen solche Inhalte aufgenommen werden können.
Je nach Plattform ist für den automatischen Wechsel in den 3D-Modus zusätzliches Zubehör notwendig.
AAC-Audiosystem
Die normale Luma verwendet ein integriertes AAC-Audiosystem mit Spatial Sound.
Damit unterscheidet sie sich von höher positionierten Luma-Modellen und der Beast, die teilweise HARMAN AudioEFX verwenden.
Die Lautsprecher befinden sich direkt in den Bügeln und geben den Ton offen in Richtung der Ohren ab.
Dadurch werden für Filme oder Spiele nicht zwingend zusätzliche Kopfhörer benötigt.
Spatial Sound
Das integrierte Audiosystem unterstützt räumlichen Klang.
Geräusche können dadurch breiter und stärker passend zur virtuellen Bildfläche wahrgenommen werden.
Bei Filmen verbessert dies den Eindruck eines persönlichen Kinobildschirms.
Beim Gaming kann räumlicher Klang gleichzeitig helfen, verschiedene Geräuschquellen innerhalb eines Spiels besser einzuordnen.
Neun Lautstärkestufen
Die Audioausgabe lässt sich direkt über neun Lautstärkestufen regeln.
Für alltägliche Nutzung ist dadurch kein separates Lautstärkemenü am angeschlossenen Gerät notwendig.
Da es sich um offene Lautsprecher handelt, bleibt die Umgebung weiterhin hörbar.
In sehr ruhigen Räumen können Personen in unmittelbarer Nähe allerdings Teile der Wiedergabe wahrnehmen. Für vollständig private Audiowiedergabe sind klassische Kopfhörer weiterhin besser geeignet.
Persönliches Kino unterwegs
Eine der klarsten Anwendungen der Luma ist der mobile Medienkonsum.
Auf einer längeren Zug- oder Flugreise kann bereits ein Smartphone zusammen mit der Brille einen großen persönlichen Bildschirm bereitstellen.
Die elektrochrome Tönung reduziert den störenden Hintergrund und das Micro-OLED-System erzeugt ein kontrastreiches Bild.
Gegenüber einem Tablet benötigt die Brille außerdem kaum zusätzliche Ablagefläche.
Mobiles Arbeiten
Die höhere 1.200p-Auflösung macht die Luma stärker für Produktivität geeignet als ältere Display-Brillen.
Texte, Tabellen, Browserfenster und Desktop-Anwendungen profitieren von der zusätzlichen Schärfe.
Mit SpaceWalker können mehrere virtuelle Bildschirme erzeugt werden.
Trotzdem ersetzt die Brille nicht automatisch einen hochwertigen Desktop-Arbeitsplatz. Gerade bei sehr langen Textarbeiten können ein physischer Monitor und eine ergonomisch feste Sitzposition angenehmer bleiben.
Die Stärke liegt vor allem darin, unterwegs deutlich mehr virtuelle Bildschirmfläche zur Verfügung zu stellen.
VITURE Luma gegenüber VITURE Pro 2
Innerhalb des VITURE-Portfolios richtet sich die Luma an Nutzer, die in die aktuelle 1.200p-Generation einsteigen möchten.
Gegenüber älteren Modellen bietet sie eine höhere vertikale Auflösung, ein größeres 50-Grad-Sichtfeld und einen besonders großen Kurzsichtigkeitsbereich bis -6,0 Dioptrien.
Gleichzeitig ist die Luma bewusst einfacher ausgestattet als die teureren Varianten.
Die Kombination aus USB-C-Direktanschluss, 77 Gramm Gewicht und integrierter Dioptrienkorrektur macht sie besonders unkompliziert.
VITURE Luma gegenüber Luma Pro
Die Luma Pro erweitert das Grundkonzept unter anderem bei Optik, Audio und Ausstattung.
Die normale Luma bleibt dagegen das preislich zugänglichere Modell.
Besonders interessant ist dabei, dass die Basis-Luma mit bis zu -6,0 Dioptrien sogar einen größeren Myopie-Korrekturbereich besitzt.
Auch der klassische USB-C-Anschluss kann für Nutzer ein Vorteil sein, die möglichst wenig proprietäres Zubehör verwenden möchten.
Wer zusätzliche Premiumfunktionen möchte, findet diese bei der Pro-Version.
VITURE Luma gegenüber Luma Ultra
Der größte Technologiesprung innerhalb der Serie erfolgt mit der Luma Ultra.
Sie ergänzt die Displaytechnik um Kameras, 6DoF-Tracking und Handgestenerkennung.
Dadurch wird aus einer klassischen XR-Display-Brille stärker eine Spatial-Computing-Plattform.
Die normale Luma konzentriert sich dagegen auf die virtuelle Bildschirmdarstellung.
Für Filme, Gaming und einen mobilen virtuellen Monitor werden die zusätzlichen Kameras der Ultra nicht zwingend benötigt.
VITURE Luma gegenüber Beast
Die VITURE Beast steht oberhalb der Luma-Serie und konzentriert sich noch stärker auf maximale Immersion.
Sie bietet unter anderem ein größeres Sichtfeld und natives Spatial-Tracking direkt innerhalb der Brille.
Die Luma bleibt leichter, günstiger und einfacher.
Wer vor allem einen hochwertigen virtuellen Bildschirm für Smartphone, Notebook oder Gaming-Handheld sucht, benötigt deshalb nicht automatisch die größere Beast.
Für wen eignet sich die VITURE Luma?
Die VITURE Luma eignet sich besonders für Gamer, Filmfans, Vielreisende und Nutzer, die einen großen persönlichen Monitor möglichst kompakt mitnehmen möchten.
Gaming-Handhelds sind dabei einer der attraktivsten Einsatzzwecke. Ein Steam Deck, ROG Ally oder ähnliches Gerät kann mit der Brille einen wesentlich größeren Bildschirm erhalten.
Für Reisende bietet die Kombination aus 146-Zoll-Darstellung, elektrochromer Abdunklung und nur 77 Gramm Gewicht ein kompaktes persönliches Kino.
Notebook-Nutzer erhalten über SpaceWalker zusätzliche virtuelle Arbeitsflächen.
Besonders interessant ist die Luma außerdem für kurzsichtige Nutzer mit bis zu -6,0 Dioptrien, da viele von ihnen keine zusätzlichen Korrektionsgläser benötigen.
Wer dagegen Handtracking, Kameras, vollständiges 6DoF oder eigenständig laufende AR-Anwendungen erwartet, benötigt eine andere Geräteklasse beziehungsweise die Luma Ultra.
Die Stärke der normalen Luma liegt bewusst in ihrer Einfachheit: hochwertiges 1.200p-Micro-OLED, großer virtueller Bildschirm, 120 Hz und direkte USB-C-Verbindung in einer 77 Gramm leichten Brille.
Technische Daten der VITURE Luma
Produkttyp: XR-/Display-Brille
Hersteller: VITURE
Display
Displaytechnik: Sony Micro-OLED
Auflösung pro Auge: 1.920 × 1.200 Pixel
Kombinierte Auflösung: bis 3.840 × 1.200 Pixel
Bildwiederholrate: bis 120 Hz
Sichtfeld: 50°
Virtueller Bildschirm: ca. 146 Zoll
Virtuelle Entfernung: ca. 4 Meter
Maximale wahrgenommene Helligkeit: 1.000 Nits
Helligkeitsstufen: 9
Kontrast: mindestens 100.000:1
Farbraum: 108 % sRGB
Farbmodi: 5
3D: unterstützt
Binokulare Fusion: unterstützt
Optik und Sehkorrektur
Myopie-Korrektur: bis -6,0 dpt
IPD-Bereich: ca. 56–72 mm
Elektrochrome Gläser: ja
Lichtdurchlässigkeit: ca. 0,5–40 %
Haze: unter 1 %
Umschaltzeit: ca. 0,1 Sekunden
Spatial-Funktionen
3DoF: über SpaceWalker beziehungsweise kompatibles Zubehör
Multi-Screen: unterstützt
Virtuelle Layouts unter Windows/macOS: bis zu 6 Layouts
Immersive 3D: unterstützt
Spatial Video: unterstützt
VR-Video: unterstützt, plattformabhängig
6DoF: nein
Handtracking: nein
Frontkamera: nein
Tiefenkameras: nein
Audio
Audiosystem: AAC System
Lautsprecher: integriert
Spatial Sound: unterstützt
Grundfrequenz: 250 Hz ± 50
Lautstärkestufen: 9
Verbindung
Anschluss: USB-C
Video: kompatible USB-C-Displayausgabe erforderlich
Eigener Akku: nein
Stromversorgung: über angeschlossenes USB-C-Gerät
Tragekomfort
Gewicht: ca. 77 g
Abmessungen gefaltet: ca. 150,3 × 50,5 × 53,6 mm
Flexible Bügel: ja
Austauschbare Nasenpads: 3 Größen
Trageerkennung: ja
Empfohlene Tragezeit: ca. 3–4 Stunden
Software
SpaceWalker Windows: unterstützt
SpaceWalker macOS: unterstützt
SpaceWalker Android: unterstützt
SpaceWalker iOS: unterstützt
Multi-Screen: plattformabhängig
3DoF Pin Mode: plattformabhängig
2D-zu-3D: unterstützt
Browser: unterstützt
Trackpad/Laser Pointer: unterstützt
Lieferumfang
Zum regulären Lieferumfang gehören:
- VITURE Luma XR Glasses
- drei austauschbare Nasenpads
- USB-C-zu-USB-C-Kabel mit ca. 1,2 Metern Länge
- Transportetui
- Schutz beziehungsweise Hair-Friendly Cover
- Reinigungstuch
- Kurzanleitung
- Sicherheitshinweise
Die wichtigsten Besonderheiten
1.920 × 1.200 Pixel pro Auge: Höhere vertikale Auflösung als klassische Full-HD-XR-Brillen.
146 Zoll: Großer persönlicher Bildschirm aus etwa vier Metern virtueller Entfernung.
50 Grad Sichtfeld: Großzügige Darstellung für Filme, Games und Computeranwendungen.
Bis zu 120 Hz: Flüssige Wiedergabe für Gaming und schnelle Bildschirminhalte.
1.000 Nits: Hohe wahrgenommene Helligkeit für unterschiedliche Umgebungen.
-6,0 Dioptrien: Besonders großer integrierter Kurzsichtigkeits-Korrekturbereich.
Elektrochrome Gläser: Hintergrund lässt sich innerhalb von rund 0,1 Sekunden stark abdunkeln.
SpaceWalker: Multi-Screen, 3DoF und 3D-Funktionen erweitern die klassische Bildschirmdarstellung.
USB-C direkt: Kein proprietärer Anschluss und kein zusätzlicher Computer für die grundlegende Nutzung erforderlich.
77 Gramm: Vergleichsweise leicht für eine hochauflösende XR-Display-Brille.
Die VITURE Luma ist damit vor allem eine hochwertige und unkomplizierte XR-Display-Brille. Statt Kameras, komplexes Spatial Mapping oder autonome KI-Funktionen einzubauen, konzentriert sie sich auf die Grundlagen, die bei Gaming, Streaming und mobilem Arbeiten tatsächlich entscheidend sind: ein scharfes Micro-OLED-Bild, hohe Bildrate, ein großer virtueller Bildschirm und eine einfache Verbindung mit bereits vorhandenen Geräten.
Quellen:
- https://www.viture.com/de/luma
- https://www.viture.com/de/product/viture-luma-usb-c-iphone-pack-ultra
- https://www.viture.com/de/blog/the-ultimate-guide-to-choosing-your-new-viture-glasses-luma-pro-luma-ultra-luma-and-the-beast
- https://www.viture.com/de/store/productivity
- https://shop.viture.com/de/collections/xr-glasses-collection