Das Bigscreen Beyond 2 ist ein außergewöhnlich kleines PC-VR-Headset, das nahezu alle typischen Zusatzfunktionen moderner Standalone-Brillen bewusst weglässt und sich stattdessen auf drei Bereiche konzentriert: möglichst geringes Gewicht, eine hochwertige OLED-Bilddarstellung und präzises SteamVR-Tracking. Mit nur rund 107 Gramm Gewicht, zwei hochauflösenden Micro-OLED-Displays und neu entwickelten Pancake-Linsen gehört es zu den spezialisiertesten VR-Headsets seiner Generation. Das Beyond 2 richtet sich vor allem an anspruchsvolle PC-VR-Nutzer, Sim-Racer, Flugsimulator-Fans und VRChat-Nutzer, die bereits ein leistungsfähiges SteamVR-System besitzen oder gezielt eines aufbauen möchten.
Bigscreen verfolgt mit dem Beyond 2 einen Ansatz, der sich deutlich von Headsets wie der Meta Quest 3, Apple Vision Pro oder HTC Vive Focus Vision unterscheidet. Während diese Geräte immer mehr Rechenleistung, Akkus, Kameras und Sensoren direkt am Kopf integrieren, verlagert Bigscreen nahezu alles nach außen. Das Beyond 2 besitzt keinen eigenen leistungsfähigen XR-Prozessor, keinen Akku für Standalone-Betrieb und keine Passthrough-Kameras. Berechnung, Stromversorgung und Tracking-Infrastruktur kommen vom angeschlossenen PC beziehungsweise vom SteamVR-System.
Genau dieser Verzicht ermöglicht das ungewöhnlich kleine Gehäuse. Das Headset ist kaum größer als die Optik selbst und wirkt eher wie eine sehr kompakte VR-Brille als wie ein klassisches Headset. Für Nutzer, die regelmäßig mehrere Stunden in VR verbringen, ist das nicht nur ein technischer Rekordwert. Die stark reduzierte Masse verändert spürbar, wie sich ein Headset auf dem Kopf anfühlt.
Was ist das Bigscreen Beyond 2?
Das Beyond 2 ist ein kabelgebundenes PC-VR-Headset für SteamVR. Es funktioniert nicht eigenständig und besitzt auch keinen eigenen App-Store. Ein Windows-PC übernimmt die komplette Berechnung der virtuellen Umgebung. Das Videosignal gelangt über DisplayPort zum Headset, während USB für weitere Kommunikation und Stromversorgung verwendet wird.
Damit gehört das Beyond 2 zu einer inzwischen relativ selten gewordenen Geräteklasse. Viele moderne VR-Hersteller konzentrieren sich auf Standalone-Systeme, die auch ohne Computer funktionieren. Bigscreen entwickelt dagegen konsequent für Nutzer, die ohnehin einen leistungsfähigen Gaming-PC verwenden und keine mobile Rechenhardware am Kopf benötigen.
Das Konzept bringt sowohl klare Vorteile als auch ebenso klare Einschränkungen. Der wichtigste Vorteil ist das extrem niedrige Gewicht. Gleichzeitig muss der Nutzer aber mit Kabel, externen SteamVR-Basisstationen und separaten Controllern arbeiten.
Das Beyond 2 ist deshalb kein günstiges Komplettpaket für VR-Einsteiger, sondern eher ein spezialisiertes Display- und Tracking-System für bestehende PC-VR-Setups.
Nur 107 Gramm: das außergewöhnlichste Merkmal
Das auffälligste technische Merkmal des Beyond 2 ist nicht seine Auflösung, sondern sein Gewicht.
Das eigentliche Headset wiegt lediglich:
107 Gramm
Damit ist es noch einmal leichter als das erste Bigscreen Beyond, das rund 127 Gramm wog.
Dieser Unterschied klingt auf dem Papier klein, muss aber im Verhältnis gesehen werden. Viele vollständige Standalone-Headsets wiegen deutlich über 500 Gramm. Andere professionelle PC-VR-Systeme können inklusive Halterung und Zubehör noch wesentlich schwerer ausfallen.
Beim Beyond 2 befindet sich ein Großteil der typischen VR-Hardware schlicht nicht direkt am Kopf. Es gibt keinen großen Akku, keinen mobilen XR-Chip, keine komplexe Passthrough-Kameraeinheit und kein integriertes Inside-out-Tracking-System.
Das Gehäuse besteht deshalb im Wesentlichen aus Display, Optik, Trackingelektronik, Mikrofonen und den notwendigen Schnittstellen.
Warum geringes Gewicht in VR wichtiger ist als auf dem Datenblatt
Bei einem VR-Headset ist nicht nur das absolute Gewicht entscheidend, sondern auch der Abstand dieses Gewichts vom Gesicht. Ein schweres Frontgehäuse erzeugt einen Hebel auf Stirn, Wangen und Nacken. Genau dieser Effekt führt bei vielen Headsets dazu, dass sie sich nach einer Stunde deutlich schwerer anfühlen als unmittelbar nach dem Aufsetzen.
Beim Beyond 2 sitzt die Hardware sehr nah am Gesicht. Dadurch entsteht wesentlich weniger Hebelwirkung.
Gerade bei längeren Sessions ist das relevant. Wer zwei oder drei Stunden in einem Flugsimulator sitzt, mehrere Rennen hintereinander fährt oder einen Abend in VRChat verbringt, profitiert nicht nur von einem bequemeren Headset. Weniger Druck auf Stirn und Gesicht kann auch dafür sorgen, dass man seltener die Position der Brille korrigieren muss.
Das geringe Gewicht ist deshalb keine Nebeneigenschaft des Beyond 2, sondern die zentrale Idee des gesamten Produkts.
Zwei Micro-OLED-Displays mit 2.560 × 2.560 Pixeln pro Auge
Das Beyond 2 verwendet zwei ungefähr ein Zoll große Micro-OLED-Displays.
Jedes Display besitzt eine Auflösung von:
2.560 × 2.560 Pixeln
Zusammen ergibt das:
5.120 × 2.560 Pixel
beziehungsweise mehr als 13 Millionen Bildpunkte.
Die Displays verwenden eine RGB-Stripe-Struktur. Jeder Bildpunkt besteht also aus vollständigen roten, grünen und blauen Subpixeln. Dadurch können insbesondere Texte, feine Linien und kleine Interface-Elemente sauberer wirken als bei Displaystrukturen, bei denen sich mehrere Pixel bestimmte Subpixel teilen.
Bigscreen nennt eine maximale Pixeldichte von ungefähr:
32 Pixeln pro Grad
Für PC-VR ist dieser Wert interessant, weil er stärker beschreibt, wie fein das Bild im tatsächlichen Sichtfeld erscheint als die reine Panelauflösung.
Warum Micro-OLED für VR interessant ist
Micro-OLED unterscheidet sich grundlegend von den LCD-Displays vieler günstigerer VR-Headsets.
Bei LCD wird eine Hintergrundbeleuchtung verwendet. Selbst wenn ein Bildbereich schwarz sein soll, bleibt deshalb meist ein leichter grauer Schimmer sichtbar.
OLED-Pixel erzeugen ihr Licht dagegen selbst. Ein schwarzer Pixel kann vollständig abgeschaltet werden.
Bigscreen gibt für die Displays des Beyond 2 ein Kontrastverhältnis von bis zu:
500.000:1
an.
Das wirkt sich besonders bei dunklen VR-Szenen aus.
In Weltraumsimulationen kann der schwarze Hintergrund tatsächlich sehr dunkel erscheinen. In Horrorspielen wirken Schatten tiefer und glaubwürdiger. Auch virtuelle Kinos profitieren davon, weil schwarze Balken und dunkle Bereiche nicht wie eine leicht beleuchtete graue Fläche wirken.
Gerade in VR kann dieser Unterschied stärker auffallen als auf einem normalen Monitor. Das Display nimmt einen großen Teil des Sichtfelds ein, sodass schlechte Schwarzwerte wesentlich stärker wahrgenommen werden.
Farben und Reaktionszeit
Neben Schwarzwerten bietet Micro-OLED auch sehr schnelle Pixelreaktionszeiten.
Bei Bewegungen können dadurch weniger sichtbare Schlieren entstehen als bei langsameren LCD-Panels.
Bigscreen verwendet selbst den Vergleich, dass die Reaktionszeit der OLED-Pixel im Bereich von Mikrosekunden liegt, während LCD-Pixel deutlich länger für Farbwechsel benötigen können.
Dadurch kann sich auch eine Bildwiederholrate von 90 Hz sehr direkt und reaktionsschnell anfühlen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass 90 Hz technisch mit 120 Hz identisch wären. Besonders empfindliche Nutzer können weiterhin Unterschiede zwischen verschiedenen Bildfrequenzen wahrnehmen.
75 Hz oder 90 Hz
Das Beyond 2 unterstützt zwei Bildwiederholraten:
75 Hz
und
90 Hz
Diese beiden Modi unterscheiden sich nicht nur in der Bildfrequenz, sondern auch darin, wie das Signal zum Display gelangt.
75 Hz für maximale Bildschärfe
Im 75-Hz-Modus kann das Bild direkt mit der nativen Displayauflösung von 2.560 × 2.560 Pixeln pro Auge übertragen werden.
Dadurch ist dieser Modus besonders interessant für Inhalte, bei denen feine Details wichtiger sind als maximale Bewegungsflüssigkeit.
Dazu gehören beispielsweise:
virtuelle Desktops, Texte, Filme, Cockpit-Instrumente oder Anwendungen mit sehr kleinen Interface-Elementen.
90 Hz für Spiele und schnelle Bewegungen
Bei 90 Hz reicht die verfügbare Bandbreite des DisplayPort-1.4-Systems nicht aus, um das vollständige Rohsignal in derselben Weise zu übertragen.
Bigscreen verwendet deshalb Display Stream Compression und eine interne Skalierung. Das Signal wird dabei mit einer geringeren Zwischenauflösung übertragen und anschließend im Headset wieder auf die native Panelauflösung hochskaliert.
Im normalen Spielbetrieb fällt dieser Unterschied meist wenig auf. Bei sehr feinen Texten kann der 75-Hz-Modus jedoch etwas schärfer wirken.
Damit bietet Bigscreen zwei unterschiedliche Schwerpunkte:
75 Hz für maximale Detaildarstellung, 90 Hz für flüssigeres Gaming.
Neue Pancake-Linsen
Die wichtigste technische Verbesserung gegenüber dem ersten Bigscreen Beyond sind die neu entwickelten Pancake-Linsen.
Das ursprüngliche Beyond wurde zwar bereits wegen seines geringen Gewichts und seiner OLED-Displays gelobt, die Optik hatte jedoch einige Schwächen. Dazu gehörten unter anderem ein vergleichsweise kleinerer Sweetspot und sichtbare interne Reflexionen.
Für das Beyond 2 entwickelte Bigscreen deshalb eine neue optische Konstruktion.
Zum Einsatz kommen neue Materialien, Beschichtungen und Fertigungsmethoden.
Das Ziel war nicht nur ein größeres Sichtfeld, sondern vor allem bessere Schärfe außerhalb der exakten Bildmitte.
Größerer Sweetspot
Der sogenannte Sweetspot beschreibt den Bereich einer Linse, in dem das Bild besonders scharf erscheint.
Bei älteren VR-Linsen muss das Headset oft sehr exakt auf dem Gesicht sitzen. Bereits wenige Millimeter Verschiebung können dazu führen, dass das Bild unscharf wird.
Beim Beyond 2 wurde dieser Bereich deutlich vergrößert.
Das bedeutet praktisch, dass kleine Bewegungen des Headsets weniger problematisch sind und Nutzer nicht permanent nachjustieren müssen.
Auch die Augen können stärker zur Seite bewegt werden, ohne dass die Bildqualität sofort deutlich einbricht.
Gerade für Simulationen ist das angenehm. Statt den gesamten Kopf zu bewegen, um beispielsweise ein seitliches Cockpit-Instrument abzulesen, kann häufiger einfach mit den Augen in dessen Richtung geschaut werden.
Bessere Edge-to-Edge-Schärfe
Bigscreen legt beim Beyond 2 besonderen Wert auf die sogenannte Edge-to-Edge Clarity.
Damit ist gemeint, wie lange das Bild vom Zentrum der Linse bis zu ihren Rändern scharf bleibt.
Unabhängige erste Eindrücke bestätigten, dass die neue Optik in diesem Bereich deutlich besser ausfällt als beim ersten Beyond.
Das ist besonders relevant, weil die hohe Auflösung der Micro-OLED-Panels nur dann wirklich genutzt werden kann, wenn auch die Linse diese Details sauber zum Auge transportiert.
Ein hochauflösendes Display hinter einer unscharfen Optik würde nur begrenzten Nutzen bringen.
Lens Glare wurde reduziert – aber nicht vollständig beseitigt
Die neuen Linsen reduzieren auch interne Reflexionen und Lens Glare.
Dabei handelt es sich um sichtbare Lichtschleier oder Reflexionen, die entstehen können, wenn sehr helle Objekte vor dunklem Hintergrund dargestellt werden.
Bigscreen hat diesen Effekt beim Beyond 2 deutlich reduziert.
Allerdings zeigen Nutzerberichte, dass Glare nicht vollständig verschwunden ist. Besonders kontrastreiche Szenen können weiterhin Reflexionen sichtbar machen.
Das ist ein wichtiger Unterschied zwischen Herstellerangabe und praktischer Nutzung: Die Optik stellt einen deutlichen Fortschritt gegenüber dem ursprünglichen Beyond dar, ist aber nicht frei von den typischen Kompromissen komplexer Pancake-Systeme.
Sichtfeld bis 116 Grad diagonal
Bigscreen nennt für das Beyond 2 ein Sichtfeld von:
108 Grad horizontal
96 Grad vertikal
116 Grad diagonal
Damit bietet das Headset trotz seines extrem kleinen Gehäuses ein relativ großes Sichtfeld.
Gerade das horizontale Sichtfeld ist für die Wahrnehmung von Geschwindigkeit und räumlicher Präsenz relevant. In Rennsimulationen lässt sich dadurch mehr von Fahrzeug, Strecke und Seitensicht gleichzeitig erkennen.
Das Sichtfeld hängt in der Praxis allerdings immer von mehreren Faktoren ab.
Gesichtsform, Augenabstand zur Linse, verwendetes Gesichtspolster und die individuelle Position des Headsets können beeinflussen, wie viel vom theoretischen Sichtfeld tatsächlich wahrgenommen wird.
Einstellbarer IPD – großer Fortschritt gegenüber Beyond 1
Einer der größten Kritikpunkte am ursprünglichen Beyond war die feste IPD-Konfiguration.
Die IPD, also die Interpupillary Distance, beschreibt den Abstand zwischen den Pupillen.
Beim ersten Modell musste dieser Wert bereits vor der Bestellung festgelegt werden. Dadurch war das Headset stark personalisiert und ließ sich nur eingeschränkt mit anderen Personen teilen.
Das Beyond 2 löst dieses Problem.
Die beiden optischen Module lassen sich unabhängig voneinander horizontal verschieben.
Der physische Einstellbereich beträgt:
53 bis 70 Millimeter
Durch die Größe der Eye Box gibt Bigscreen einen nutzbaren Bereich von ungefähr:
48 bis 75 Millimetern
an.
Beide Augen lassen sich getrennt einstellen
Besonders ungewöhnlich ist, dass nicht nur ein gemeinsamer IPD-Wert eingestellt wird.
Die Position jeder Linse kann separat verändert werden.
Das ist sinnvoll, weil menschliche Gesichter nicht vollkommen symmetrisch sind. Das linke und rechte Auge können unterschiedlich weit von der Gesichtsmitte entfernt sein.
Beim Beyond 2 lässt sich deshalb jede Optik möglichst genau vor der jeweiligen Pupille positionieren.
Die Einstellung erfolgt über ein kleines Werkzeug, das seitlich am Headset angesetzt wird.
Dieser Ansatz ist weniger bequem als eine automatische motorisierte Einstellung, spart aber erheblich Gewicht und Mechanik.
Universal-Fit statt zwingendem Gesichtsscan
Beim ersten Beyond war die individuelle Anpassung an das Gesicht ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts.
Ein Nutzer musste sein Gesicht mit einem kompatiblen iPhone scannen. Auf Basis dieser Daten fertigte Bigscreen ein individuell angepasstes Gesichtspolster.
Dieses Custom-Fit Cushion existiert weiterhin.
Inzwischen ist es jedoch nicht mehr zwingend erforderlich.
Seit 2026 wird das Standardmodell des Beyond 2 mit einem Universal-Fit Cushion angeboten.
Dadurch kann die Brille verwendet werden, ohne zuvor einen Gesichtsscan durchzuführen.
Universal-Fit Cushion
Das Universal-Fit Cushion ist eine dünne Silikon-Lichtabdichtung, die für viele unterschiedliche Gesichtsformen geeignet sein soll.
Es existiert in einer weicheren und einer festeren Variante.
Der wichtigste Vorteil ist Flexibilität.
Das Headset lässt sich dadurch leichter mit Freunden, Familienmitgliedern oder Kollegen teilen.
Für Unternehmen ist das ebenfalls interessant, weil nicht für jeden einzelnen Nutzer ein individuelles Gesichtspolster produziert werden muss.
Custom-Fit Cushion
Wer maximale Anpassung bevorzugt, kann weiterhin das individuelle Custom-Fit Cushion verwenden.
Dabei wird das Gesicht mit einem kompatiblen iPhone dreidimensional erfasst.
Bigscreen erstellt anschließend ein Polster, das den Konturen des jeweiligen Gesichts entspricht.
Dadurch soll der Druck möglichst gleichmäßig auf Nase, Wangen und Stirn verteilt werden.
Ein weiterer Vorteil ist die Lichtabdichtung.
Wenn das Polster exakt auf das Gesicht passt, kann seitlich kaum Licht in das Headset eindringen.
Für besonders immersive VR-Sitzungen bleibt diese Variante deshalb interessant.
Der Nachteil ist offensichtlich: Das Polster ist stark auf eine bestimmte Person zugeschnitten und weniger geeignet, wenn mehrere Personen dasselbe Headset verwenden.
Soft Strap, Audio Strap und Halo Mount
Bigscreen verfolgt beim Beyond 2 inzwischen ein modulares Komfortkonzept.
Der sehr leichte Soft Strap gehört standardmäßig zum Headset.
Er ähnelt stärker einem flexiblen Stoffband als einer klassischen starren VR-Halterung. Das hält das Gesamtgewicht niedrig und ermöglicht ein kompaktes Setup.
Wer mehr Stabilität oder integrierten Ton möchte, kann einen optionalen Audio Strap verwenden.
Zusätzlich entwickelt Bigscreen den Halo Mount, der das Headset stärker über die Stirn abstützt.
Der Halo Mount kann auch ohne klassisches Gesichtspolster genutzt werden. In diesem Fall schwebt das Display vor den Augen, während weniger Material direkt auf Wangen und Nase aufliegt.
Gerade für Produktivität oder Anwendungen, bei denen gelegentlich die reale Umgebung gesehen werden soll, kann dieses offene Design interessant sein.
Kein integrierter Audio-Ausgang im Standardmodell
Das eigentliche Beyond-2-Headset besitzt keine integrierten Kopfhörer wie viele andere VR-Brillen.
Bigscreen bietet dafür den optionalen Audio Strap mit integrierten Off-Ear-Lautsprechern an.
Alternativ können normale PC-Kopfhörer oder andere Audiolösungen verwendet werden.
Diese Entscheidung passt zum Grundkonzept des Headsets: Hardware, die nicht zwingend im Frontgehäuse sitzen muss, wird ausgelagert.
Interessanterweise besitzt das Beyond 2 trotzdem hochwertige integrierte Stereo-Mikrofone.
Das ist insbesondere für Multiplayer-Spiele und VRChat relevant, weil Sprache direkt über das Headset aufgenommen werden kann.
SteamVR-Tracking statt Inside-out-Kameras
Das Beyond 2 verwendet kein kamerabasiertes Inside-out-Tracking.
Stattdessen setzt Bigscreen vollständig auf:
SteamVR Lighthouse Tracking
Dafür werden externe SteamVR Base Stations benötigt.
Unterstützt werden sowohl:
SteamVR Base Station 1.0
als auch:
SteamVR Base Station 2.0
Das Tracking-System arbeitet mit Photodioden am Headset, die die von den Basisstationen ausgesendeten Laserimpulse erkennen.
Lighthouse gilt weiterhin als eines der präzisesten VR-Tracking-Systeme und ist besonders bei schnellen Bewegungen und großen Trackingbereichen interessant.
Base Stations gehören nicht zum Lieferumfang
Wer bereits ein Valve-Index-, HTC-Vive- oder anderes SteamVR-System besitzt, kann vorhandene Base Stations weiterverwenden.
Neueinsteiger müssen sie dagegen zusätzlich kaufen.
Das gleiche gilt für Controller.
Im Lieferumfang des Beyond 2 befinden sich keine VR-Controller.
Kompatibel sind verschiedene SteamVR-Eingabegeräte, darunter beispielsweise Valve Index Controller oder andere Lighthouse-kompatible Lösungen.
Damit kann der tatsächliche Gesamtpreis eines komplett neuen Beyond-Systems deutlich über dem reinen Headsetpreis liegen.
Besonders interessant für bestehende SteamVR-Nutzer
Genau aus diesem Grund ist das Beyond 2 besonders attraktiv für Nutzer, die bereits ein SteamVR-Setup besitzen.
Wer beispielsweise von einer älteren HTC Vive, Valve Index oder Vive Pro wechselt, kann vorhandene Basisstationen und teilweise Controller weiterverwenden.
Das Headset ersetzt dann hauptsächlich die Display- und Optikeinheit.
Dadurch wird der Einstieg wesentlich günstiger als bei einem vollständigen Neuaufbau.
Full-Body-Tracking
Das Beyond 2 funktioniert auch mit SteamVR-kompatiblen Körpertrackern.
Dazu gehören beispielsweise Tracker von:
HTC Vive, Tundra, SlimeVR und weiteren Herstellern.
Dadurch lässt sich das Headset in umfangreiche Full-Body-Tracking-Setups integrieren.
Besonders für VRChat ist das interessant.
Das Beyond 2 selbst übernimmt dabei nur das Headtracking. Zusätzliche Tracker können Hüfte, Beine oder andere Körperbereiche erfassen.
Bigscreen Beyond 2e mit Eye-Tracking
Parallel zum normalen Beyond 2 bietet Bigscreen das Beyond 2e an.
Die Hardwarebasis ist nahezu identisch.
Der entscheidende Unterschied ist integriertes Eye-Tracking.
Winzige Kameras erfassen dabei die Position der Pupillen.
Trotz der zusätzlichen Sensorik steigt das Gewicht nur geringfügig:
Beyond 2: 107 Gramm
Beyond 2e: 108 Gramm
Das Beyond 2e ist deshalb vor allem für Nutzer interessant, die Social VR, Simulationen oder Dynamic Foveated Rendering verwenden möchten.
Eye-Tracking in VRChat
In Social-VR-Anwendungen wie VRChat kann Eye-Tracking dafür sorgen, dass virtuelle Avatare die Blickrichtung des Nutzers übernehmen.
Dadurch wirken Gespräche natürlicher.
Ein Avatar kann beispielsweise erkennen lassen, ob eine Person einen Gesprächspartner ansieht oder zur Seite blickt.
Gerade in Kombination mit Full-Body-Tracking kann dies die nonverbale Kommunikation deutlich verbessern.
Dynamic Foveated Rendering
Noch interessanter ist Eye-Tracking für Dynamic Foveated Rendering.
Dabei wird nur der Bereich besonders hochauflösend berechnet, auf den der Nutzer gerade blickt.
Die Bildqualität in der Peripherie kann reduziert werden, ohne dass dies stark auffällt.
Dadurch sinkt die Belastung der Grafikkarte.
Bigscreen bietet diese Technik beim Beyond 2e inzwischen in Early Access an.
Besonders bei sehr anspruchsvollen Simulationen wie Flugsimulatoren oder Rennspielen kann dies relevant sein.
Das normale Beyond 2 besitzt dagegen kein Eye-Tracking und kann diese dynamische Technik nicht verwenden.
PC-Anschluss und fünf Meter Glasfaserkabel
Das Beyond 2 ist kabelgebunden.
Im Lieferumfang befindet sich ein ungefähr:
5 Meter langes Glasfaserkabel
sowie eine Link Box.
Für den Betrieb benötigt der PC:
1 × DisplayPort 1.4
und
2 × USB 3.0
Das Kabel überträgt Bilddaten und verbindet das Headset mit dem PC-System.
Kabelloser Betrieb ist nicht vorgesehen.
Das ist ein bewusster Kompromiss.
Während Wireless-VR mehr Bewegungsfreiheit bietet, ermöglicht die direkte PC-Verbindung eine stabile Bildübertragung ohne typische WLAN-Kompressionsprobleme oder zusätzlichen Akku im Headset.
Kein Standalone-Modus
Das Beyond 2 besitzt keinerlei eigenständige Rechenplattform für VR-Anwendungen.
Ohne PC kann es nicht verwendet werden.
Es gibt keinen integrierten App-Store und kein Betriebssystem vergleichbar mit Meta Horizon OS.
Damit ist es auch kein Ersatz für eine Meta Quest, wenn ein unkompliziertes mobiles Headset gesucht wird.
Das Beyond 2 richtet sich an Nutzer, die bewusst PC-VR möchten.
Keine Mixed Reality
Auch Mixed-Reality-Funktionen gehören nicht zum Konzept.
Das Headset besitzt keine Farbkameras für Passthrough.
Dadurch gibt es weder eine hochwertige Sicht auf den realen Raum noch automatische Raumvermessung oder räumliche Objekterkennung.
Das Beyond 2 konzentriert sich vollständig auf immersive Virtual Reality.
Gerade dieser Verzicht ist entscheidend für seine Größe und sein Gewicht.
Systemanforderungen
Bigscreen nennt als grundlegende Mindestanforderungen:
| Komponente | Mindestanforderung |
|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10 oder Windows 11 |
| Prozessor | Quad-Core Intel oder AMD |
| Arbeitsspeicher | mindestens 16 GB |
| Nvidia-GPU | GeForce RTX 2070 oder besser |
| AMD-GPU | Radeon RX 5700 XT oder besser |
| Display | DisplayPort 1.4 mit DSC |
| USB | 2 × USB 3.0 |
| Tracking | SteamVR Base Station 1.0 oder 2.0 |
Diese Angaben beschreiben allerdings nur die grundlegende Kompatibilität.
Für Spiele mit hoher Grafikqualität reicht eine RTX 2070 nicht automatisch aus, um die volle Displayauflösung mit stabilen 90 Bildern pro Sekunde auszunutzen.
Gerade Simulationen können wesentlich stärkere Grafikkarten erfordern.
Hohe Auflösung stellt hohe Anforderungen an den PC
Zwei Panels mit jeweils 2.560 × 2.560 Pixeln erzeugen eine beträchtliche Renderlast.
SteamVR rendert zusätzlich häufig mit Supersampling oberhalb der nativen Panelauflösung, um Verzerrungen der Optik auszugleichen und eine möglichst hohe Bildqualität zu erzeugen.
Damit kann die tatsächlich intern berechnete Auflösung deutlich höher liegen als die reine Panelauflösung vermuten lässt.
Wer das Beyond 2 beispielsweise mit Microsoft Flight Simulator, DCS oder anspruchsvollen Rennsimulationen nutzt, profitiert deshalb deutlich von einer aktuellen High-End-GPU.
Für Sim Racing besonders interessant
Sim Racing ist einer der naheliegendsten Einsatzbereiche des Beyond 2.
In einem Rennsimulator sitzt der Nutzer meist für längere Zeit in relativ stabiler Position.
Controller werden häufig überhaupt nicht benötigt, weil Lenkrad, Pedale und weitere Eingabegeräte verwendet werden.
Dadurch fallen einige typische Nachteile des SteamVR-Systems weniger ins Gewicht.
Gleichzeitig spielen Gewicht, Schärfe und geringe Bewegungsunschärfe eine besonders große Rolle.
Das Beyond 2 kann deshalb für Sim-Racer interessanter sein als ein schwereres Standalone-Headset mit mehr Funktionen, die während des Fahrens ohnehin nicht benötigt werden.
Flugsimulationen
Ähnliches gilt für Flugsimulatoren.
Cockpits enthalten zahlreiche kleine Instrumente und Anzeigen.
Die hohe Pixeldichte der Micro-OLED-Panels kann helfen, Texte und Instrumente leichter abzulesen.
Gleichzeitig sind lange Sitzungen in Flugsimulatoren üblich.
Das geringe Gewicht reduziert hier einen der größten Komfortnachteile klassischer VR-Systeme.
Mit dem Beyond 2e kann zusätzlich Dynamic Foveated Rendering interessant werden, weil Flugsimulationen oft extrem hohe Anforderungen an CPU und GPU stellen.
VRChat und Social VR
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf VRChat.
Hier spielen nicht nur Auflösung und Tracking eine Rolle, sondern vor allem Komfort bei langen Sessions.
Viele Social-VR-Nutzer verbringen mehrere Stunden am Stück im Headset.
Das geringe Gewicht ist dafür besonders relevant.
Dazu kommen die integrierten Stereo-Mikrofone und die breite Unterstützung von SteamVR-Trackern.
Wer zusätzlich Eye-Tracking möchte, kann zum Beyond 2e greifen.
Virtuelles Kino und Medien
Bigscreen selbst begann ursprünglich als Social-VR-Plattform für virtuelle Kinos.
Entsprechend interessant ist das Headset auch für Filme.
Die Kombination aus Micro-OLED, sehr hohen Kontrastwerten und tiefem Schwarz eignet sich gut für virtuelle Leinwände.
Gerade in dunklen Kino-Szenarien können OLED-Displays ihren Vorteil gegenüber LCD ausspielen.
Für Filme kann außerdem der 75-Hz-Modus interessant sein, weil er die native Displayauflösung ohne die zusätzliche Skalierung des 90-Hz-Modus überträgt.
Korrekturlinsen
Brillenträger können optionale magnetische Korrekturlinsen verwenden.
Bigscreen unterstützt einen ungewöhnlich großen Korrekturbereich.
Die angebotenen Prescription Lens Inserts können je nach Rezept etwa:
+12 bis −20 Dioptrien
abdecken.
Auch Astigmatismus und Prismenkorrekturen werden unterstützt.
Damit muss keine klassische Brille unter dem sehr kompakten Headset getragen werden.
Die Korrekturlinsen werden magnetisch befestigt und lassen sich dadurch schnell einsetzen oder entfernen.
Design und Farben
Das Beyond 2 ist in mehreren Gehäusevarianten erhältlich.
Dazu gehören unter anderem:
Carbon Black
Crystal Clear
und
Nuclear Orange
Besonders Crystal Clear unterstreicht den technischen Charakter des Headsets. Das transparente Gehäuse erlaubt einen Blick auf Platinen, optische Module und interne Komponenten.
Die Farbwahl verändert die Technik nicht, trägt bei einem so ungewöhnlich kleinen Headset aber stärker zum Produktcharakter bei als bei vielen klassischen VR-Brillen.
Technische Daten des Bigscreen Beyond 2
| Merkmal | Bigscreen Beyond 2 |
|---|---|
| Produkttyp | kabelgebundenes PC-VR-Headset |
| Plattform | SteamVR |
| Displays | 2 × Micro-OLED |
| Displaygröße | ca. 1 Zoll pro Panel |
| Auflösung pro Auge | 2.560 × 2.560 Pixel |
| Gesamtauflösung | 5.120 × 2.560 Pixel |
| Pixelstruktur | RGB Stripe |
| Peak-Pixeldichte | ca. 32 PPD |
| Kontrast | bis 500.000:1 |
| Bildwiederholrate | 75 / 90 Hz |
| Optik | Pancake |
| Sichtfeld horizontal | ca. 108° |
| Sichtfeld vertikal | ca. 96° |
| Sichtfeld diagonal | ca. 116° |
| Gewicht | ca. 107 g ohne Kopfband |
| IPD physisch | 53–70 mm |
| unterstützter IPD-Bereich | ca. 48–75 mm |
| Tracking | SteamVR Lighthouse |
| Handtracking | Nein |
| Eye-Tracking | Nein |
| Face-Tracking | nicht integriert |
| Passthrough | Nein |
| Mixed Reality | Nein |
| Standalone | Nein |
| WLAN | Nein |
| PC-Verbindung | DisplayPort 1.4 + USB |
| Kabel | ca. 5 m Glasfaser |
| Mikrofone | Stereo |
| Lautsprecher | nicht im Headset integriert |
| Betriebssystem | Windows 10 / 11 |
| Mindest-RAM | 16 GB |
| Mindest-GPU | RTX 2070 / RX 5700 XT |
Lieferumfang
Das Standardpaket enthält das Beyond-2-Headset, den Soft Strap, das Werkzeug für die IPD-Einstellung, das fünf Meter lange Glasfaserkabel, die Link Box und ein Reinigungstuch.
SteamVR Base Stations und Controller gehören nicht zum normalen Lieferumfang.
Das ist für die Preisbewertung wichtig.
Wer noch keinerlei SteamVR-Hardware besitzt, muss mehrere zusätzliche Komponenten einplanen.
Preis
Bigscreen hat den Preis des Beyond 2 im August 2026 reduziert.
Das Headset startet aktuell bei:
959 US-Dollar
Das Beyond 2e mit integriertem Eye-Tracking beginnt bei:
1.159 US-Dollar
Bei Bestellungen nach Deutschland beziehungsweise in andere europäische Länder können tatsächlicher Endpreis, Steuern und Versand abhängig vom Bestellprozess abweichen.
Bigscreen liefert international und bietet für Kunden innerhalb der EU eine zweijährige Garantie.
Der reine Headsetpreis erzählt nicht die ganze Geschichte
Beim Preisvergleich mit einer Meta Quest 3 oder einem anderen Komplettsystem sollte berücksichtigt werden, dass Beyond 2 nur ein Teil eines vollständigen VR-Setups ist.
Wer neu einsteigt, benötigt zusätzlich Base Stations und je nach Nutzung Controller.
Hinzu kommen möglicherweise:
Audio Strap, Halo Mount, Korrekturlinsen oder zusätzliche Körpertracker.
Ein vollständiges High-End-Setup kann dadurch erheblich teurer werden als der reine Einstiegspreis vermuten lässt.
Für bestehende SteamVR-Nutzer sieht die Rechnung dagegen ganz anders aus.
Wenn Base Stations, Controller und Gaming-PC bereits vorhanden sind, kann das Beyond 2 einfach als neues Headset in das vorhandene System integriert werden.
Bigscreen Beyond 2 oder Beyond 2e?
Die Wahl zwischen beiden Varianten hängt im Wesentlichen vom Eye-Tracking ab.
Das normale Beyond 2 bietet dieselben grundlegenden Displays, dieselbe Optik und dasselbe SteamVR-Tracking.
Das Beyond 2e ergänzt Eye-Tracking und wiegt lediglich ein Gramm mehr.
Wer VR hauptsächlich für klassisches Gaming, Filme oder Simulationen nutzt und kein Eye-Tracking benötigt, erhält mit dem normalen Beyond 2 nahezu dieselbe grundlegende Bild- und Komfortqualität.
Wer dagegen intensiv VRChat nutzt oder Dynamic Foveated Rendering in Simulationen einsetzen möchte, sollte das Beyond 2e genauer betrachten.
Wo liegen die größten Stärken?
Das Beyond 2 überzeugt weniger durch eine lange Funktionsliste als durch eine ungewöhnlich konsequente Spezialisierung.
Seine wichtigsten Vorteile liegen bei Gewicht, Bildqualität und PC-VR-Fokus.
Die Micro-OLED-Displays liefern sehr hohe Auflösung, tiefes Schwarz und starke Kontraste. Die neue Pancake-Optik verbessert gegenüber dem ersten Beyond sowohl Sichtfeld als auch Rand-zu-Rand-Schärfe.
Noch wichtiger ist jedoch das extrem geringe Gewicht.
107 Gramm verändern den Tragekomfort stärker als viele kleinere Verbesserungen bei Auflösung oder Rechenleistung.
Für Nutzer, die mehrere Stunden am Stück in VR verbringen, kann genau das der entscheidende Vorteil sein.
Wo liegen die größten Schwächen?
Die starke Spezialisierung führt gleichzeitig zu zahlreichen Einschränkungen.
Das Beyond 2 funktioniert ausschließlich mit einem PC.
Es besitzt kein Standalone-System, kein Farb-Passthrough, keine Mixed-Reality-Funktionen und kein integriertes Inside-out-Tracking.
Zusätzliche Base Stations sind zwingend erforderlich.
Controller müssen ebenfalls separat vorhanden sein.
Auch kabelloses VR ist nicht vorgesehen.
Die maximalen 90 Hz liegen außerdem unter den 120 oder 144 Hz mancher anderer PC-VR-Headsets.
Obwohl die neue Optik Lens Glare deutlich reduziert, können bei kontrastreichen Szenen weiterhin Reflexionen sichtbar sein.
Für wen eignet sich das Bigscreen Beyond 2?
Das Bigscreen Beyond 2 richtet sich klar an PC-VR-Enthusiasten.
Besonders sinnvoll ist es für Nutzer, die bereits SteamVR Base Stations besitzen und eine möglichst leichte Alternative zu älteren, schweren PC-VR-Headsets suchen.
Sim Racing, Flugsimulationen, VRChat und virtuelle Kinoumgebungen passen besonders gut zum Konzept.
Auch Nutzer, die OLED-Schwarzwerte und hohe Pixeldichte höher gewichten als Standalone-Funktionen, gehören zur Zielgruppe.
Weniger geeignet ist das Beyond 2 für Einsteiger, die ein komplettes VR-System aus einer Box erwarten.
Wer einfach ein Headset aufsetzen und ohne PC, Trackingstationen oder zusätzliche Controller spielen möchte, findet bei Standalone-Systemen eine deutlich unkompliziertere Lösung.
Warum das Bigscreen Beyond 2 ungewöhnlich wichtig ist
Das Bigscreen Beyond 2 ist interessant, weil es einen völlig anderen Weg als ein großer Teil der XR-Branche einschlägt.
Viele Hersteller versuchen, immer mehr Funktionen in ein einziges Gerät zu integrieren.
Kameras, Akkus, Prozessoren, Eye-Tracking, Handtracking, Mixed Reality und Spatial Computing machen moderne Headsets immer leistungsfähiger – aber häufig auch schwerer und komplexer.
Bigscreen stellt die entgegengesetzte Frage:
Was kann man aus einem VR-Headset entfernen, wenn bereits ein leistungsfähiger PC vorhanden ist?
Das Ergebnis ist ein Headset, das sich fast vollständig auf die virtuelle Darstellung konzentriert.
Es möchte kein Computer, keine Kamera und kein Mixed-Reality-Gerät sein.
Es möchte möglichst wenig zwischen dem Nutzer und der virtuellen Welt stehen.
Gerade deshalb ist das Bigscreen Beyond 2 eines der interessantesten spezialisierten PC-VR-Headsets seiner Generation.
Quellen:
- https://bigscreenvr.com/
- https://store.bigscreenvr.com/en-nz/products/bigscreen-beyond-2
- https://store.bigscreenvr.com/en-jp/blogs/beyond/introducing-bigscreen-beyond-2
- https://www.uploadvr.com/bigscreen-beyond-2-and-beyond-2e-announced/
- https://www.uploadvr.com/bigscreen-beyond-2-hands-on-impressions/
- https://www.heise.de/news/VR-Brillen-der-naechsten-Generation-ausprobiert-Leicht-und-hochaufloesend-10329127.html
- https://simracerpro.de/bigscreen-beyond-2-test-bewertung/
- https://vr-legion.de/wpvr_video/voodoode-bigscreen-beyond-2-test/